BlogWesen stellt sich vor

Tja, was schreibt man in so einen Blog, wenn man ihn startet…Vermutlich sollte man Auskunft darüber geben welcher Natur er ist….Man braucht ja immer ein Thema..Ich muss sagen: ich habe mich noch nicht entscheiden über was ich alles generell so schreiben will..Privates, semi-privates oder nur über meine diffusen letzten Monate: Bandscheiben-Op und Verschlimmerung und von chronischem Schmerz mit Ende 20….

Ärzteodysse ohne Ergebnis (Na ja, so viele Ärzte habe ich nicht besucht, aber ich hatte fast 8 jahre keinen Hausarzt…, da kommt mir es schon viel vor….Ich könnte dieses Jahr auf wesentlich mehr als 18 Arztbesuche kommen, wenn ich in dem Tempo weiter mache…)

Klingt irgendwie unmotivierend…und selbstmitleidend… Bin ich aber eigentlich gar nicht so sehr..ich führe mein Leben schon wieder in irgendeiner Form weiter…, wobei Schmerz im Moment zu einer meiner zentralen Lebensrealitäten gehört und ich wirklich noch nicht den 100% Weg gefunden habe damit umzugehen..(Gut, ich hoffe auch immer noch darauf, dass irgendjemand mal drauf kommt, was momentan das Problem ist…, denn ich habe komplett andere Schmerzen als VOR der OP und ich kann daher die Theorien zum Schmerzgedächtnis etc. in meinem Fall nicht nachvollziehen…)

Ansonsten verläuft mein Leben in einem nicht Enden wollenden Zirkel
Schmerz
wie ignoriere ich diesen Schmerz
warum nervt mich der Schmerz immer noch, obwohl ich ihn versuche zu ignorieren
eigentlich kann es nicht mehr schlimmer werden
es kann doch
Hoffnungsschimmer..Eigentlich bilde ich es mir doch nur ein…Mein Körper schafft das…
Okay, es ist wieder schlimmer
Okay, es wird unerträglich…

Und für die Skeptiker: Die nun sagen: Bandscheibenvorfälle machen doch gar keine so großen Probleme…: Ich hatte einen mediolateralen Massenprolaps unter S1,der  hat also nicht nur die Nervenwurzel, sondern auch die Cauda Equina völlig abgequetscht, einen medialen Vorfall unter L4/L5 ebenfalls absolute Spinalkanalstenose und unter L4/L5 habe ich auch ne Stenose…(Super) und ich hatte trotzdem wie durch ein Wunder kein Cauda Syndrom…Dafür habe ich aber  jetzt ne Nervenschädigung und immer noch eine Spinalkanalstenose über drei Ebenen…

Tja, also vor ca. 2 Jahren war ich noch voll sportlich aktiv…Ich habe gerne Kampfsport gemacht, obwohl ich super schlecht war und dennoch habe ich obsessiv trainiert…so 16-18 std. die Woche in 2 Vereinen (Man gönnt sich ja sonst nix)-.— Koordinativ war ich immer eine extreme Niete, wobei ich am Ende Sprungtritte schon irgendwie beherrschte…(so 80%)

Na ja, ideal war für mich diese Sportart nie…Zu wenig Muskulatur, zu überbeweglich und wenn ich Sport treibe bin ich grundsätlich an der Schranke zum Untergewicht…, aber für mich war es in jeglicher Hinsicht ausgleichend…Ein guter Weg meine Energie zu kanalisieren…(auf kontrolliertem Weg) Obwohl das Konzept des Kampfschreis mir immer leicht fremd geblieben ist —wirkte bei mir entweder wie schluckauf oder quietschende Katze, der man auf den Schwanz getreten hat—-, war es auch zum Aggresionsabbau etc. recht nett (…Also für die nicht Kampfsportler…Ja, es gibt viele philosophische Reflexionen über den Kampfschrei, aber er dient nicht wirklich um den Gegner einzuschüchtern…Der Kampfschrei dient dem ausatmen…Aber ist auch in psychologischer Hinsicht ganz nützlich, wo sonst darf man schon so schön  rumschreien..)

Aber um mal auf das Ursprungsthema zurück zu kommen: Also diese super genialen Bandscheibenvorfälle (Plural…also) habe ich mir bei einem unglücklichen Sturz aufs Steißbein geholt. (Ich hätte mehr Judo machen sollen, dann wüsste ich wenigstens wie man fällt…Seufz) Quasi im Spaßtraining passiert, beim rumalbern…

Für Medizin habe ich mich bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht interessiert…Das einzige was ich immer interessant fand waren Verletzungen des „Bewegungsapparats“, denn wenn man Kampfsport betreibt, muss man schon eine Minimalkenntnis von Muskulaturgruppen etc. haben… (Aber wie gesagt MINIMALKENNTNIS)

Mit sonstigen Erkrankungen hatte ich es gar nicht…Meine Philosophie ging eher in die Richtung, dass der Körper sich schon selbst heilt..(Okay, grausame Vorstellungen für Mediziner) und meiner hatte da schon bemerkenswerte Dinge geleistet, so dass ich es nie verstehen konnte, wie manche Leute sich tagelang über Schnupfen aufregen konnten oder über Krankheiten reden…Aber nun ja, das hat sich nun geändert…, wobei ich nicht dauerhaft über Krankheit rede…Aber es ist eben ein allgegenwärtiger Zustand…

Ansonsten hat mich schon immer die Gesundheitspolitik interessiert, wobei sie erst zu einem zentralen politischen Thema für mich  geworden ist, seitdem ich selbst quasi mich als Kassenpatient durch dieses System durchmanövrieren muss… und da fallen einem schon viele Absurditäten auf…, wie zum Beispiel die tolle Praxis von Hausärzten aufgrund der Budgetierung ‚Zwangsurlaub‘ zu machen und einmal im Quartal für 2-4 Wochen zu schließen…Super durchdacht! Insbesondere auf dem flachen Land kommt es so schon zu Versorgungsengpässen, obwohl rein prozentual noch genügend Hausärzte da wären…

Oder der tolle Privatisierungswahn, gerade hier in der Gegend scheint das Rhön Klinikum mit privatisiertem Klinikum und einigen sogenannten MVZ’s (medizinisches Versorgungszentrum) ein umfassendes Netz einheitlicher Totalversorgung anzustreben…Ziel des Konzerns ist es dann natürlich vor allem Geld zu verdienen..Brauchen die Aktionäre ja…und das verdient man vor allem, wenn man den Patienten von einer Facheinrichtung des Rhön Klinikums in die andere schiebt… Zunächts beim Rhön MVZ Neurologen, dann beim Rhön Diagnostik Center, dann beim Rhön Klinikum und ja die Reha machen wir dann natürlich auch bei Rhön…Wir haben sogar schon einen Rhön Allgemeinmediziner…und die Totalherrschaft in Sachen Neurologie ist auch nicht mehr weit, denn es gibt nur 2 unabhängige Praxen außer dem MVZ Neurologen und alle 3 unabhängigen Neurologen sind eigentlich schon fast im Rentenalter…(und so überlaufen, dass es dir als Patient eh nix bringt dahin zu gehen…)

Auch ich komme irgendwie hier an Rhön nicht vorbei, außer ich möchte mal eben 50km fahren…, denn das Diagnostik Zentrum ist das Einzige im Umkreis von 50km… Wartezeiten sind dort auch absurd lang…, außer man wird ‚priviligiert‘ überwiesen von irgendeinem Facharzt mit Sonderkonditionen…

Aber immerhin ist unser Landkreis  ja eine Gesundheitsregion…Aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr…

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3 Kommentare zu “BlogWesen stellt sich vor

  1. Hallo, unbekannt aber sonst sehr mir Bekannte Dame, ich habe jetzt erst durch das suchen von dem schönen Wort psychogene Lähmung deinen Blog entdeckt. Wir könnten Zwillinge sein was die Krankheitsgeschichte anbelangt. Ich kann es nicht fassen das es einem anderen Menschen genauso geht und ergeht wie mir. Ich bin mittlerweile im Rollstuhl und ich bin mit dem Ärzte und Therapeuten am ende. Mich würde es sehr interessieren wie es dir jetzt ergeht und ob du noch gehen kannst. Ich schaffe es nicht mehr weit zu gehen und sonst habe ich auch sämtliche komische Sachen wie du! !
    LG Kerstin

    • Hallo Kerstin, mir geht es eigentlich vom laufen her wieder gut. ICH habe allerdings immer noch Restschäden (Blase/Mastdarm) und an Muskelzuckungen etc. habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Also insofern geht es mir deutlich besser, aber das Brennen in den Beinen halte ich nur durch starke Medikamente aus. Hat man bei dir alles gründlich untersucht?
      LG, B

      Hoffe, du hast Unterstützung…

      • Hallo B, das Gabapentin habe ich vor 3 Wochen wieder versucht zu nehmen, nachdem ich wieder wie eine Milchkuh daherkam ( ich habe vor 20 Jahren zwei Kinder bekommen) und ich dann nicht wieder abpumpen will, habe ich es wieder abgesetzt. Ich nehme eben Morphin in , manche meinen hohen Dosen, dass hilft schon sehr gegen sämtliche schmerzen und die Nervenschmerzen. Sonst noch Arcoxia und Novalgin. Ich habe viele Untersuchungen schon hinter mir und es kam jetzt zum Schluss erst einmal raus, dass ich rheuma habe. Also im Liquer wurde was gefunden und der Neurologe sowie das Labor kamen zu dem Schluß das ich eine Spondylathritis habe und die Nervenschmerzen und die Polyneuropathien am ehesten mit der Erkrankung zu tun haben. Dann habe ich noch eine sekundäre Fibromyalgie, was nach dem neuen stand der Dinge auch mit den Nerven der Haut oder so ähnlich zusammen hängt.
        Depressiv bin ich auch noch und das schon lange, aber wie solls auch mir gehen wenn die Docs sich keine Mühe geben und die meisten dich am liebsten auf die Psychogene Schiene schieben.
        Ich kann auch Lieder singen was mir alles schon um die Ohren gehauen wurde. Mir hat ein Arzt gesagt, dass mein Rückenmark verletzt ist, ob das schon vor den LWS Operationen schon so schwer war, lässt sich wohl nicht mehr feststellen. Ich habe einen ziemlich kaputten rücken mit 7 Vorfällen und einem operierten Schaden, der nicht so operiert wurde wie von der Uni Klinik in Heidelberg angesagt wurde. Jetzt traut sich da keiner mehr ran und die Uni wollte mir zum guten Schluss einen sogenannten Schmerzschrittmacher implantieren. Nein danke. Ich habe auch Blasen und Mastdarm Probleme.
        So ich hoffe von dir wieder zu hören und ich finde es super das du wieder gehen kannst. Bei mir ging es auf und ab und seit 1,5 Jahren wurde das gehen immer schlechter. Ich kann es nicht mehr so lange und bin im Schneckentempo unterwegs. Sitzen ist auch ganz schlecht und ich bekomme dann ganz blaue Füße, dass wurde jetzt im Juli untersucht und es ist vom Rücken, dass hab ich mir schriftlich geben lassen, sonst glauben das wieder die anderen Ärzte nicht.

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