„Man kann sich das ja so nicht mehr mit angucken“

Das ist irgendwie einer dieser Kommentare Seiten meines Umfeldes, die ich so richtig liebe…
Ich versuche ja auch bei Schmerzattacken ein neutrales Gesicht zu behalten oder mich wegzudrehen etc., aber gerade wenn 5 Menschen in einer Diskussionsrunde sitzen ist das doch echt kaum machbar…Es lässt sich eben nicht 100% vermeiden und meiner Meinung nach wäre es nett, wenn man es dann einfach ignoriert und ich nicht ständig diese doofen Kommentare erhalten würde, wie: „Tu, doch endlich mal was dagegen…“(Ja, soll ich Medizin studieren, damit ich herausfinde WAS ich habe…) Gefolgt von „Hast du eigentlich immer noch Schmerzen. Sollte das nicht langsam besser sein?“ oder wirklich ja nett gemeint: „Wie kann man dir denn noch helfen(?)“
Na ja, man könnte mir mit nem Holzhammer gegen den Kopf schlagen und mich dauerhaft für ne Weile ausknocken, aber ansonsten fällt mir persönlich auch nix mehr ein…

Mein derzeitiger Zustand ist ja schließlich laut Neurologen ’semi-psychosomatisch‘ bzw…ist es ja ultimativ verständlich, dass ich nach wie vor stärkste Schmerzen habe, da ich links einen Nervenwurzelschaden habe.., d.h.jede genuine Berechtigung eines Schmerzzustandes…ich dürfte ja sogar eine Parese (Lähmung) haben, zu mindestens nach dieser genialen elektrophysiologischen Messung…, bei der man ganze 30 Minuten versuchte links ne vernünftige Ableitung zu bekommen…Immer mit dem kuriosen Ergebnis eines absolut grenzwertigen Amplitudensprungs…/verzögerte DmL und der tollen Frage: Sie sind sich sicher, dass sie den Fuß ganz normal anheben können??? Das habe ich dann gleich mal demonstriert…, dass ich meinen Fuß GANZ SICHER links anheben kann…Ergebnis: Ist bestimmt keine Polyneuropathie (Ja, habe ich auch nie angenommen) , sondern ganz sicher ein WURZELSCHADEN…(was ich ja auch schon vorher wusste, nur eben unter der S1 versorgenden Muskulatur also im tibialis) Warum man aber dann links den Peronäus mißt (Bei einer vor untersuchten Schädigung des M. Gastrocnemius, der vom Tibialis innerviert wird) , bleibt mir ein Rätsel…Den tibialis hat man jedenfall NICHT gemessen und auch kein EMG gemacht..Woher weiß ich dann überhaupt, wann die Schädigung aufgetreten ist—(?) Habe ich jetzt zwei geschädigte Nervenwurzeln (?)

Links hat man hingegen den Tibialis vermessen..(Obwohl ich einen zeitweiligen Fußheberausfall beklagte—Aber Anamnese mäßig hatte ich ja ne Gefühlsstörung an der Tibiakante und keinen Reflexausfall und keine sichtbare Parese..Also unterstellt man mir eine psychogene Lähmung beim joggen und durch misst mal den Tibialis, weil eine Kribbelparästhesie ist schließlich ein Befund(Dieses Kribbeln habe ich aber eigentlich BEIDSEITIG und jeweils am Spann…und nicht nur an der Tibiakante…Aber nun gut…Es bringt nichts mit einem ALLWISSENDEN Neurologen zu diskutieren) …Jedenfalls mein tibialis ist normal bis auf eine verzögerte DML…Habe ich ja auch nicht anders erwartet…Ich kann meinen Fuß schließlich zeitweilig nach Belastung /oder bei Belastung (joggen) nicht anheben…Mein Fußsenker jedoch funktioniert…

Ich verstehe nicht WARUM Ärzte immer so eigenmächtiges Chaos betreiben…Entweder nicht zu hören, mich nicht ausreden lassen, keine Vorberichte lesen oder eben darauf bestehen, dass der Patient zu doof ist zu erkennen WO er/sie Gefühlsstörungen hat…Wie soll der Arzt denn ne Sensibilitätsstörung objektivieren, wenn er nicht jeden cm der Haut quasi testet…So ist das ein absoluter Zufallsbefund…Ich habe eigentlich eine relativ klare, wenn auch total unlogische Verteilung (Hält sich eben nicht ganz an Dermatomgrenzen, aber ist sicherlich nicht VÖLLIG diffus)—und auch NICHT eingebildet.

Vor allen Dingen ist das Kuriose doch: Ich MERKE die Nervenschädigung LINKS gar nicht mehr, seitdem ich diese tolle , laut Neurologen EINGEBILDETEN Sensibilitätsstörungen von komplex diffuser Taubheit habe…Seitdem habe ich eben nur STÄRKSTE Rückenschmerzen und eben nahezu GAR KEINE Schmerzen in den Beinen mehr, außer ich jogge oder liege, dann habe ich im Falle des Joggens diesen tollen HALBSEITIGEN Körperausfall (Nur leider nicht auf Seiten des Nervenschadens und es betrifft leider , leider auch die rechte Hand…Ich glaube es ist ein a+ b Problem und keine ZNS Symptomatik) und wenn ich liege durchströmt es mich…Super…Fühlt sich genial an…Ist viel abwechslungsreicher als vor der OP, wo ich nur L5, S1, L4 gemerkt habe…Jetzt kann ich ganze Nervenverlaufsstudien an meinem Körper betreiben und merke vor allem S2-L1…Kurioserweise OHNE großartige Schmerzempfindung…Ist irgendwie ein Gefühl von sehr weit weg.—-So ein tolles Körpergefühl hatte ich noch NIE in meinem Leben…
Meine komplexe Psychosomatik ist also, dass ich mir 1) Einbilde im Oberkörper starke schmerzen zu haben und 2) Mir einbilde keine Schmerzen in den Beinen zu haben…und in alle vier Extremitäten Taubheiten…+ Meine Wirbelsäule wird auch taub…Ich kann verstehen, dass Ärzte mich für verrückt halten, aber hinter dieser wirklich total diffusen Symptomatik wird sich schon irgendwas anderes verbergen…, denn warum sollte ich mir eine so ausgeklügelte Form von somatoformer Störung zu legen…, wenn ich 1) von jedem Arzt vollendetes Mitleid für meinen Nervenwurzelschaden bekäme 2) Ich sogar ne messbare Lähmung habe (die ich aber vermutlich sehr gut kompensieren kann und die ich nicht merke..Und auch nach der Messung habe ich mir kein symptomatisches Hinken zugelegt (Ich habe nur beim joggen RECHTS Schwierigkeiten) 3) Jedes Schmerzmedikament der Welt bekäme…4)vorgebildet genug bin, dass ich weiß, dass schulmedizinisch sich alles was ich erzähle komplett UNLOGISCH anhört..Würde ich mir dann nicht etwas LOGISCHERES ausdenken..(???)
Klar eine somatoforme Störung hat KEINE Logik, aber man muss ja irgendeinen einen Nutzen von der Sache haben und ich habe eher eine Arzt und Krankenhausphobie, brauche eher drei Anläufe bis ich es mal schaffe einen Termin wahrzunehmen und leide dann noch an einem KOMMUNIKATIONSPROBLEM. Ich erzähle i.d.R. Nahezu nix über mich, habe auch nicht das Bedürfnis…Ich mag KEINEN Small Talk—Ich will nicht über mein Studium reden oder das Wetter, meine Klamotten oder die Katze des Arztes, sondern einfach nur die medizinischen Fakten präsentiert bekommen, in möglichst NEUTRALER Form…Empathiebekundungen finde ich in den meisten Fällen TOTAL nervig…Ich vertraue grundsätzlich nur meinem eigenen Verstand und keinem Arzt (Was man nach meiner Vorgeschichte. 8 Monate bis zur Diagnose der Bandscheibenvorfälle /Spinalkanalstenosen.., evtl. auch nachvollziehen kann. Mir war ca. nach 2 Monaten klar, dass ich wohl einen Bandscheibenvorfall hatte, aber den Göttern in weiß konnte ich das nicht beweisen…)

Sicherlich bin ich ein merkwürdiger Gesprächspartner–Ich analysiere mich selbst wie ein Telefonbuch und habe manchmal dann eine völlig strange Wirkung auf Ärzte, weil ich eben komplett unbeteiligt wirke…Ich grenze mich quasi von MIR selbst ab…Aber wie anders sollte ich die Situation auch sonst durchstehen(?) Jeder hat seine Form mit sich umzugehen und ich habe 2 Mittel: Ironie und Apathie…Die zusammen eben wirklich manchmal super seltsam wirken…und mit denen Ärzte echt nicht umgehen können…Bin ich ein schwieriger Patient(?) In jeglicher Hinsicht… Ich ordne mich nicht unter und halte Mediziner keineswegs für genial…Ich habe auch keinen großen Respekt vor weißen Klamotten…Wer von mir Anerkennung will, muss mich mit Fach- und Sachwissen überzeugen und das sind ca. 20% aller Ärzte…30% halte ich für komplett inkompetent von der ersten Minute an und 50% vielleicht für irgendwas dazwischen…

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