Entlassen mit psychogener Gehstörung und als uneinsichtiger Schmerzpatient…

Na ja, bin GOTT SEI DANK aus dieser wirklich furchtbaren Klinik entlassen…Eigentlich schon mehrere Tage, aber das Wochenende habe ich gearbeitet und ich mach auch viel Politikkram für die Kommunalwahlen…, daher hier das etwas verzögerte Update…

Die Klinik würde ich meinem ärgsten Feind nicht empfehlen, denn mal abgesehen von kein Internet und kein Geschäft in erreichbarer Nähe fand ich jetzt auch die medizinische Seite der Medaille nicht gerade grandios…und ich kam -wie immer- super zurecht mit meiner behandelten Ärztin..Also ich bin schwierig, aber warum bekomme ich immer so ultra bescheuerte Ärzte…(Ich seh ja den Vergleich in Krankenhäusern und ich finde: Ich hab immer GENAU die Person, die echt nicht passt) Die Frau war so der typische Cortison Doc: Nehmen sie ein Medikament und gehen Sie mir ansonsten nicht auf den Nerv…Schwierig da ich kein Medikamentnehmer bin und schon etwas komplizierter…

Die Eingangsuntersuchung und Befragung fand im Dreibettzimmer (vor den anderen Mitpatienten) statt und dauerte gefühlte 7 Minuten…Vorerkrankungen etc. wurden gar nicht gefragt…Gesprächsführung habe ich auch keine feststellen können…Jedenfalls meinte sie zunächst: Och, na ja…,da machen wir gar nichts an Untersuchungen, sondern sie wolle mich jetzt Mal mit ner vernünftigen Schmerzmedikation beglücken und mit Krankengymnastik sei ich dann in in 9 Tagen wieder fit (Das ist wohl die Pauschale, die sie für so nen Fall krankenkassentechnisch abrechnen können. Den Einstieg fand ich schon brilliant.)
I: „Ich möchte aber keine Medikamente nehmen…Ibuprofen etc. hilft gar nicht…und alles andere haut mich um.“
N: „Nach drei Bandscheiben OP’s ist ja klar, dass man mehr als Ibuprofen braucht. Wir arbeiten hier mit ganz anderen Mitteln…“
I: „Ja, probiert habe ich aber schon viel und ich werde ganz sicher Sirdalud, Amineurin, Tetrazepam, Tramal, Tillidin NICHT nehmen“
N: „Und was soll ich dann mit Ihnen machen?“
I: „Fragen Sie den überweisenden Arzt. Ich will garantiert nicht hier sein.“
N: „Also Sie finden das Ganze überflüssig..?“
I: „Na ja, schon, aber ich hätte gerne ein Kontroll MRT der LWS..“ (Ich hätte auch gerne ein bißchen Cortison an meine linke S1 Wurzel: PRT..Aber sowas kann ja nur ein Neurochirurg..Also warum bin ich hier…???)
N: „Wir werden sehen, ob man das untersuchen sollte.“
I: „Seufz“

Dann ließ sie mich durch den Raum wandern und war aufgrund meines leicht gestörten Gangbildes (neurologisch nichts Halbes und nichts Ganzes) verwundert…Zu dem Zeitpunkt vermutlich auch extrem durch meine tagelange Schlaflosigkeit und meinen üblichen Versuch mal zu joggen mit beeinflußt…Immer wenn ich jogge fällt bei mir rechts alles aus…Seit OP Nr. 1…)
Die Reflexe waren auch nur sub-optimal..ASR links nicht auslösbar, rechts schwach…PSR beidseits übersteigert oder eben extrem lebhaft…Alle sonstigen mittellebhaft…
Zu meinem extrem seltsamen Gangbild wusste Sie jetzt auch nix zu sagen….
N: „Haben Sie so starke Schmerzen, dass sie so laufen wie sie laufen.“
I: „Keine Ahnung..Denke nicht“
N: „Ich würde sie gerne mal schmerzfrei laufen sehen..“
I: „Wie??“
N: „Wir würden ihn ein Opiat spritzen?“
I: „Hmmh“
N: „Wollen Sie denn überhaupt herausfinden was mit Ihnen los ist?“
I: (Nicht durch einen Horrortripp..Ein MRT würde mir reichen) „Ich reagiere darauf immer so über…Aber okay…“

Mir wurde also etwas gespritzt und alles um mich herum hat sich angefangen zu drehen..Ich fühlte mich wie auf hoher See..Mir war übel…Es wurde heiß und kalt in meinem Körper…Ich schloss die Augen und immer noch drehte sich alles…
30 Minuten später kam der Oberarzt hinzu und wusste wohl auch nicht so genau was er davon halten sollte.. (Psychisch/physisch oder beides).Ich war durch das Medikament ja noch mehr am schwanken, fiel von links nach rechts und umgekehrt..(Normalerweise habe ich nur rechts ein leichtes hinken)..Dann testete er auch nochmal meine Reflexe..Ich zuckte dabei mehrfach zusammen..bzw. hatte irgendwie echt Panik vor dem Hammer…(Opiatnebenwirkung) und er wies mich an, doch mal nicht mitzumachen…Ich denke , er kam zu dem schluss: Sehr lebhaft und nicht übersteigert evtl. nur psychisch,aber nicht eindeutig… Jedenfalls bewilligte er das MRT am nächsten Tag und ich war schon mal ganz froh…Wobei die Wirkung des Medis sich noch verstärkte..Ich lag wie unter einer Glasglocke in meinem Bett und nahm die ganzen Besucher meiner Bettnachbarin nur schemenhaft war…Wie so Figuren aus einem Albtraum…Ich hätte gerne meinen Kopf gegen eine Wand gehauen, aber fand keine..(Mein Bett stand in der Mitte)…Außerdem war ich wahnsinnig sauer und mir war schlecht…Unter so nem Medi wäre ich nach drei Tagen ein echter Fall für die Psychiatrie…Ich kenne sowas echt sonst gar nicht…

Der Mann meiner Bettnachbarin (links) hielt mich jedenfalls für retardiert…Der Zustand hielt so bis 22 Uhr an und dann war ich enorm wach…Wirklich geschlafen hatte ich aber während dieser Zeit eh nicht…Also habe ich mal wieder Bekanntschaft mit dem Nachtdienst der Klinik gemacht und bin Flure und Gänge auf und abgewandert…

Direkt gebracht hat mir der Aufenthalt nichts…Sie haben ein MRT der LWS gemacht und ein NLG/EMG des linken Beins. Auf dem MRT haben sie festgestellt, dass ich eben mal wieder extrem viel Narbengewebe (Peridurale Fibrose) gebildet hat (wie immer) und das drückt vor allem auf S1 links, aber auch L5 beidseits ist betroffen…(Hoffe, es ist nicht bei S1 doch ne Synovialzyste, die hat nämlich das letzte Mal auch keiner im Bild erkannt…Aber gehen wir mal vom Positiven aus…) Bin ja schon mal froh, dass ich nicht schon wieder einen Vorfall habe…und man auch kein Liquorleck/keine Liquorfistel sieht…Überzeugt, dass das für meine massiven Schmerzen zuständig ist,bin ich allerdings nicht…

Ich habe immer noch Kopfschmerzen und meine Wirbelsäule fühlt sich auch nicht wirklich gut an…Meine Gangstörung ist fast weg..Außer dezentes Hinken rechts…Wobei wenn ich jogge oder Treppen hochsteige, kann ich jederzeit für 1-2 Stunden massives hin und her schwanken provozieren…Fühlt sich irgendwie wie ein halber Querschnitt an…, aber hmmh…, da ich ja nix in der LWS habe…(?)
Bin momentan unbegeistert wieder nem Arzt gegenüber zu treten…Vor allem meinem Hausarzt (ein sehr netter Mensch) habe ich nicht schon wieder Bock von dieser Kliniksgeschichte zu erzählen, der fände glaube ich seit nem Jahr es mal ganz toll, wenn jemand ne Lumbalpunktion machen würde…
Ich persönlich will eher ein MRT der BWS…Auch wenn ich nicht glaube, dass ich was dort habe…, aber ganz unmöglich ist es auch nicht…Rückenschmerzen in der LWS habe ich auch erst seit der OP…Vorher hatte ich nur Ausstrahlungen ins Bein und wusste gar nicht diese dem Segment S1 zu zuordnen…Da konnte man dagegen drücken wie man wollte…

Na ja, mal sehen…

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