Krankenhaus ÜBERLEBT Teil (III)

Nachdem die Stationsschwester abgezogen war, trat eine Krankenschwester auf den Plan, eigentlich eine MTA (also etwas leicht höheres). Diese wollte mal wissen, welche Medikamente ich so zu mir nehme über den Tag verteilt…
Ich: „Hmmh, so 600mg Tillidin und 800mg Katadolon S“ (Wie ich das auch in den Anamnesebogen eingetragen hatte)
MTA: „Das ist nicht ihr Ernst. Sie überdosieren. Da sind sie ja evtl. schon abhängig“
Ich: „Na ja, tagsüber nur 150mg Tillidin. Außerdem nehme ich das Ganze erst seit September in der Kombi.“
MTA: „Sie wissen schon, dass wir hier nicht so hohe Dosen ausgeben werden?“
Ich: „Na ja, ich hatte gehofft, dass Ihnen an sich ne bessere Lösung einfällt.“
MTA: „Ich muss mal mit den Ärzten Rücksprache halten.“

Mittlerweile war es so 19 Uhr abends und ich hatte ja inzwischen 1) arge Schmerzen, da ich seit morgens um 8 Uhr kein Schmerzmittel mehr genommen hatte 2) ein gewaltiges Schlafdefizit, da ich die Tage davor durchgängig gearbeitet hatte 3) miese Laune, weil …Ach, warum wohl ???

Ich lag also nun auf meinem tollen Krankenhausbett und sinnierte über 5 Wege dort möglichst schnell wieder weg zu kommen. Dieser schöne Traum wurde aber leider durch den erneuten Auftritt der Stationsärztin – nun im Schlepptau mit der Oberärztin – jäh gestört. (Haben Ärzte eigentlich gar keine Freizeit? Es war schließlich schon 19 Uhr…)
Die Oberärztin schien eigentlich auch ganz nett, aber ich war zu diesem Zeitpunkt jenseits der Kommunikationsfähigkeit und konnte ihr kein Stück deutlich machen, was jetzt genau mein Problem war… Jedenfalls kippte ich bei der Untersuchung -wie immer- auf die falsche Seite (NACH RECHTS…), obwohl ich links die Fußheber- Senkerschwäche habe…(Darauf versuche ich ja seit ca. 1 Jahr Ärzte aufmerksam zu machen, aber vor OP’s hinke ich kompensatorisch und danach psychogen)
Ansonsten konnte die OÄ jetzt auch keine spannenden weltbewegenden neurologischen Defizite finden. Insgesamt fand ich es irgendwie dennoch bewundernswert, dass die Frau in der Untersuchung dem Patienten (in diesem Falle mir) einen gewissen Respekt entgegenbrachte. schwer zu beschreiben, aber ich fühlte mich zumindestens nicht ganz so zu einem Gegenstand degradiert wie bei der Stationsärztin…

Hilfreiche Tipps oder eine Umstellung meiner Medikamente nahm man aber leider nicht vor. Die Stationsärztin erwähnte lediglich, dass ich lieber meine eigenen Medikamente abgeben sollte, denn sie hätten keine Lust mich nachts wegen ‚Beikonsum‘ zu reanimieren…(DANKE! Wieder sehr nett ausgedrückt)

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