Geduld ist eine Tugend: Über das UMSETZEN von VORSÄTZEN…

Ich wünschte es wäre so leicht und ich könnte eben genau das tun, was ich mir auch vorgenommen habe…

Nicht das mir Nichts was ich auch tun will, nicht gelingen würde, aber einen Ultimativumschalter in meinen Kopf gibt es leider auch nicht und so starte ich dann senkrecht durch, aber höre in der Mitte dann leider wieder auf..Entschleunige und drehe wieder um oder rudere – wie man im Volksjargon sagt – zurück…Vielleicht fühle ich mich auch eher wie eine Fluggans, die gegen den Wind fliegt und von so einer netten Mini-Windboe umgehauen wird…(Oder wie eine Fledermaus, die in die Schneise eines Windkraftrades gerät und dann zerfleddert…Zu mindestens behauptet der BUND ja, dass die Viecher Windkrafträder nicht orten können…Ich halte Fledermäuse eigentlich für intelligenter…Schließlich fliegen sie auch nicht gegen Atomkraftwerke)

Einige meiner Probleme wären ja vermutlich einfach lösbar…

1) Müsste ich nur mal zu einem Telefonhörer greifen und nachfragen: Anscheinend hat der Assistenzarzt mal wieder vergessen mich (im 2 Anlauf) zurück zu rufen. Denn es sollen …Ta , ta tatam …Elektrophysiologische Zusatzuntersuchungen gemacht werden. Schließlich ist ziemlich unklar was nun das Problem ist bzw. ob die Sache chronisch oder akut ist: Bedrängtes Rückenmark in der Halswirbelsäule, die Lendenwirbelsäule (obwohl man nichts sieht, spricht eine Quadrizepsparese am ehesten für ne Wurzelproblematik L4) Oder sogar beides oder etwas anderes….(Ich bin wirklich nachhaltig genervt, dass ich 4 Tage in der Neurologie verbringen musste, die aber nicht mal ein NLG angefertigt haben und einfach steif und fest behaupteten, dass mein Problem in der LWS oder nirgends liegt…Ich verstehe die HELLSEHERISCHEN Fähigkeiten von Neurologen nicht…Ich persönlich hätte doch ERST ein nlg, emg, ssep gemacht und DANN evtl. nochmal Bildgebung…Vielleicht wäre die LWS gar nicht nochmal notwendig gewesen oder eine Myelographie sinniger oder es ist eben doch entzündlich…Sowas nennt sich ZEIT- und RESSOURCENVERSCHWENDUNG…)
Aber was soll es??? Da ich ja momentan maßgeblich etwas von dem Assistenzarzt will und er sich meinen Problemen nicht ganz so verschossen gezeigt hat, wie die Herren und Damen der Neurologie, wäre es jetzt an mir an der Sache dran zu bleiben, denn wenn jemand gewillt ist deine Akte fast freiwillig zu lesen und ein Interesse an der Lösung eines langfristig bestehenden Problems hat, zeugt das von einem Ausnahmetatbestand…Vermutlich scheitere ich zwar an Ebene 2: dem Oberarzt…ABER den Versuch ist es jetzt wert…(Alleine von einem Neurochirurgen mal wie ein Mensch behandelt worden zu sein, fand ich außerordentlich…)

2) Psychotherapie…Nach wie vor drehe ich mich um mich selbst…Vermutlich reißt mein eigener Geduldsfaden noch vor der Geduld der Therapeutin und ich höre freiwillig auf…Denn alle 5 Minuten sich wieder schweigend anzustarren ist nicht sehr ergiebig…Außerdem habe ich auch nicht richtig das Gefühl, dass die Frau in irgendeiner weise bislang begriffen hat, wo überhaupt mein Problem liegt…(Ich kann ihr das aber kaum zum Vorwurf machen, denn ich rede ja nicht wirklich mit ihr) Dennoch gibt es so allgemeine Psychofloskeln, die mir stark auf den Geist gehen…z.B. „Ihre Mutter hat ihnen vermutlich zu wenig Grundvertrauen mitgegeben.“ Oder „Klar müssen Sie nicht über Sachen sprechen, aber dann auch in Kauf nehmen, dass Sie nicht wirklich vorankommen.“ Das weiß ich ja auch, aber was bringt mir nun das Wissen ??? Heute durfte ich mir wieder anhören, dass ich meinen somatischen Grundkonflikt kaum lösen kann, wenn ich nahezu über nichts reden will und blockiere. (Auch diesen Satz finde ich ätzend, denn an meinem Gesundheitszustand ändert auch der /die beste Psychologin nichts…Damit muss ich leben und die Idee meine Schmerzen würden durch irgendetwas besser, finde ich gewagt..Ich sage ja auch keinem Querschnittsgelähmten machen sie Psychotherapie und sie können wieder laufen…) Außerdem unterstellte sie mir Selbstschädigung, was die Extraktion meines zweiten Zahnes angeht…Irgendwie können sich Menschen -die Geld haben – wohl nicht vorstellen, dass man manche Entscheidungen wirklich eher aus Finanznot trifft. Eine Wurzelbehandlung -mit Aussicht auf Erfolg (80-95%) – hätte mich 400 Euro gekostet. Ansonsten wäre ich bei nur 60% Erfolgschance gelandet und da ich meinen anderen Vorderzahn eh prothetisch versorgen lassen muss, wäre es irgendwie albern eine Brücke machen zu lassen, um sie dann in 4-6 Monaten wieder zerstören zu müssen…Ich habe mir 7 Tage überlegt mir 400 Euro von irgendwem zu leihen, aber letztlich hing ich dann doch nicht so sehr an diesem Zahn…Ich sehe darin keine Selbstschädigung…Ich finde vieles kann man auch ‚überproblematisieren‘ Also ich streite mich z.B. 10 Minuten um die Frage, welche inneren Blockaden mich daran hindern eine Waschmaschine zu installieren (Was bei mir im Zimmer gar nicht GEHT, da es wesentlich zu eng ist. Außerdem sehe ich nicht so das Problem Wäsche waschen zu gehen, denn Kleidung wiegt ja nichts…Da ist mein Gang zur Bibliothek rückentechnisch gefährlicher oder die Mitnahme meines Laptops) Vermutlich müsste ich mich aber gar nicht um so alberne Dinge streiten, wenn ich irgendwas erzählen würde, dass für mich eine Bedeutung hat…Denn im Prinzip zwinge ich die Frau ja zum ausweichen auf Banales..

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Ein Kommentar zu “Geduld ist eine Tugend: Über das UMSETZEN von VORSÄTZEN…

  1. auch wenn ich hier neu bin und kaum was gelesen hab: wechsel den Therapeuten!

    Anfangs wenig sagen – kommt oft vor – und Ziel ist es dann Vertrauen aufzubauen – Floskeln helfen nicht weiter (wobei zu sagen, dass man ohne was sagen nicht viel ändern kann – stimmt ja gg – aber auch da würde ein guter Therapeut vielleicht eher fragen, was sich ändern müsste oder was du bräuchtest, damit du mehr erzählen kannst).

    Die „Chemie“ muss stimmen – du musst das Gefühl haben (innerhalb der 5 Probesitzungen), dass du mit dem auch arbeiten kannst, dass du ihr/ihm auch vertrauen kannst – so dass ihr dann im Laufe der Zeit eine Basis aufbauen könnt, wo du wirklich auch was sagen kannst.

    Und auch wenn es doof klingt – die Schmerzen können sich tatsächlich ändern, wenn man anders mit ihnen umgehen lernt. Sie werden nicht weniger oder so – aber der Umgang und die Bewertung ändert sich und damit wird es tatsächlich im Alltag besser – aber auch darauf muss man sich einlassen – und alles was erzwungen wird klappt eh nicht. Bei mir war das eher ein „Nebeneffekt“.

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