Nichts Neues in Sicht…

Okay, warum habe ich solange nicht geschrieben??? Es gibt einfach Nichts wirklich aufregend Neues…und ich war in einem absoluten Depressionsloch bis ich erkannt habe, dass zu mindestens meine gravierenden brennenden Gesichtsschmerzen auf den Umstand von Kieferentzündungen zurück zu führen sind…seitdem ich zwei Zahnhwurzelbehandlungen und seit 14 Tagen Clindamycin (ein Antibiotikum ) nehme, habe ich den ersten Lichtblick seit Wochen bzw. Monaten, dass irgendwas doch wieder besser werden kann…(Meine Kopfschmerzen sind zu mindestens im stehen auch zu 50% besser…Im liegen allerdings gleich geblieben) ..Dafür merke ich aber den Druck unter meiner Nase umso mehr und bezweifle langsam, dass es ein Phantomschmerz ist, sondern vielleicht schlicht und ergreifend eine weitere Entzündung, die von den Zähnen nach oben gewandert ist…(Ich habe zwei fehlende Zähne und zwei Kieferwurzelresektionen hinter mir und mein ganzer Oberkiefer wurde überkront…Bulimie, Colasucht und Knirschen sei Dank…)

Ich war wirklich schlicht und ergreifend innerlich an dem Punkt wo ich mir fast eine schnell und tödlich verlaufende Krankheit herbei gesehnt habe…Selbstmord ist in meinen Augen ein Verbrechen an deiner Familie, aber Verstorben nach langer und qualvoller Krankheit kann allen Hinterbliebenen doch als eine Art Erlösung vorkommen…Denn was macht mein Leben eigentlich noch lebenswert????

Es ist nicht mal so, dass es meine eigene Frage ist, sondern mein extrem geschrumpftes Umfeld und die paar Menschen, die trotz meiner Weigerung soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, trotzdem mich einfach permanent wach klingeln und mich zu einem Cafe schleppen…Jeder drängt mich: Dann geh doch in die Notaufnahme, wegen akuten Schmerzen, wenn ich mal wieder gerade abends über zwei Stühlen liege und versuche so eine Sitzung zu überstehen…Jede Aktivität ist eine Überwindung, eine Qual und ich bin einerseits froh, dann doch mal etwas zu tun und andererseits sehne ich mich zurück in meine vier Wände, wo zu mindestens keiner mir beim Leiden zusehen kann und ich einfach irgendwie ständig Positionen wechseln kann, sodass es erträglich bleibt…

Zur Vervollständigung der Diagnostik bin ich bisher noch nicht gekommen:

Phänomenalerweise habe ich den Neurochirurgen dann doch mittlerweile einmal zu Gesicht bekommen, dass war schon vor Weihnachten…Um 8 Uhr morgens…Man rief mich zum vierten Mal an, dass die Sprechstunde leider ausfallen würde, aber wenn ich JETZT vorbei komme, dann könnte ich den Neurochirurg evtl. noch erwischen bevor er in den OP muss…Okay, habe ich gemacht, aber es kam kein wirklich produktives Gespräch zustande…Denn ich fand einen völlig überarbeiteten und in Eile wirkenden Arzt vor mir, der in jedem zweiten Satz sagte: „Ich muss in den OP“ und „was wollen sie eigentlich von mir, denn ich bin Neurochirurg und sie -soweit ich mich erinnern kann- nicht mein Fall…Hatte ich sie nicht an die Neurologen überwiesen???“ (Ich war nicht zum reden in der Lage, denn nochmal in diese Neurologie will ich nicht, auch nicht an den Arzt – an der er mich überweisen wollte, denn das ganze Klima dort gefiel mir überhaupt nicht…) Die Neurochirurgie hat zwar auch Probleme, aber ich habe dort bisher alle als interessiert und menschlich erlebt…(Außer eine Ärztin)

Ich habe den NC dann ein bißchen nach ihm befragt und das hat die Situation deutlich entschärft…Er sagte mir, dass 4 Kollegen gekündigt hätten und er nun von morgens bis abends im OP steht…Außerdem keine gute Nachbesetzung in Sicht ist, da alle Bewerber Ausländer mit hervorragend wenigen Deutschkenntnissen sind, die im Patientenkontakt oftmals komplett hilflos sind…Es ist komisch wie gut ich es schaffe mit Menschen über SICH zu reden und wie wenig es mir gelingt über mich selbst zu sprechen…Jedenfalls muss ich auf ihn wie das blühende Leben gewirkt haben und ich habe schlicht und ergreifend gar keine Symptome erwähnt außer LWS Schmerzen…(Nicht mal meine Kopfschmerzen) Irgendwie habe ich die seltsame Eigenart mich so in mein Gegenüber vertiefen zu können und seine Welt und Sichtweise, dass mich mich für kurze Momente nahezu selbst verliere und mein Problem für nichtig halte oder unangemessen…Schließlich geht es meinem Gegenüber ja auch nicht gut…

Aber in gewisser-weise ist nichts anderes erwähnen auch strategisch vielleicht nicht so falsch:
Meine Idee war, wenn ich evtl. einen Bandscheibenvorfall-Rezidiv habe, glaubt man mir auch den Rest und hat einen Grund nachzusehen… Problematischer-weise ist der MRT-Termin erst am 27.2. (jetzt schon fast nah) und ich bin mir nicht mal sicher, dass meine Probleme wirklich von dieser Ebene kommen…Immerhin hat der Neurochirurg kurz meine Reflexe abgeklopft, das finde ich für einen Neurochirurgen schon fast eine Leistung, weil die meisten machen nicht mal das und schicken dich zum Neurologen…Ergeben hat das für ihn nix..Mich hat es mal wieder verwundert…Linker ASR nicht auslösbar, rechter normal…(Hat ihn zunächst in Panik versetzt, bis ich ihm erklärt habe, dass ich den schon seit der ersten OP fast gar nicht mehr habe…Also manchmal ist er schwach auslösbar und dann gar nicht…) Mich hat eher mein PSR verwundert, aber den Neurochirurgen weniger…Rechts normal auslösbar und links gesteigert. Aber das macht laut Neurochirurg nichts, denn er sei nicht pathologisch gesteigert…(Ich finde es aber seltsam, da mein PSR vor einem Jahr für eine Weile NICHT auslösbar war, beidseitig…Außerdem habe ich eine zentrale Läsion zum rechten Bein und nicht zum linken Bein. Nach meiner eigenen Überlegung entwickele ich die Phantasie, dass meine Reflexe Normalität widerspiegeln, die eigentlich nicht vorhanden ist…Denn dadurch das ich Schäden im peripheren Nervensystem habe (die meinen Reflexe abschwächt) und im zentralen Nervensystem (die meinen Reflex steigern müsste) , gerate ich vielleicht einfach schlicht und ergreifend in eine Mitte…Ich habe nämlich rechts (zeitweise einen pathologischen Reflex) Babinski-Zeichen…Allerdings eben -aus mir nicht erklärlichen Gründen nur zeitweise…Natürlich kann es auch sein, dass ich den selbst produziere, weil ich es weiß, dass es ihn gibt ??? Psychogen????..Es ist auch tatsächlich so, dass wenn ich meinen Fuß von oben nach unten bestreiche sich mein Großzeh fast nicht hebt, aber wenn ich von unten nach oben und in die Mitte gehe, dann schon bzw. so 50% der Zeit…Vielleicht liegt das auch schlicht und ergreifend an meiner weiterhin bestehenden Großzehenheberschwäche…Wenn ich die Fußkante bestreiche spreizen sich lediglich meine Zehen…,aber mein Großzeh zuckt nur minimal…(Eigentlich müsste ich ja ein spannender neurologischer Fall sein, wenn sich dafür mal jemand interessieren würde…Auch aufgrund meiner Fähigkeit Dinge zu beschreiben, denn trotz aller diffusen Beschreibungen, bin ich sehr wohl in der Lage genau zu zuordnen wo was nicht stimmt…Die Messungen haben ja genau da Schäden ergeben, wo ich sie angegeben habe…Nur die Neurologen glauben es mir meistens nicht, denn von außen wirke ich (zu 90%) wenig eingeschränkt…)

Fersengang hat der NC daraufhin nicht überprüft und auf den Zehenspitzen kann ich laufen, auch wenn ich links leichte Probleme habe…Wenn das weiter zu nimmt soll ich mich melden und mich als Notfall deklarieren..(TOLL, wie merke ich das jetzt???)
Außerdem habe ich ja eher Probleme mit der Fußhebung..Es tut mir echt höllisch weh meine Großzehen zu bewegen…Nur meine Reflexe sagen etwas anderes…Aber meine Reflexe sind glaube ich keine verlässlichen Indikatoren…

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