Wie man ein „Texas Chain Saw Massacre“ im eigenen Badezimmer veranstaltet

Man nehme dazu einen labilen Körper, der zum UMKIPPEN neigt und haue sich den Hinterkopf an der Toilette an…Nach kurzer Ohnmacht lege man sich einfach neben die Toilette, denn das Drehen im eigenen Kopf wird langsam leicht unerträglich und wozu sollte man eigentlich aufstehen…??? Dann -nach der wunderbaren ALLES DREHT SICH Phase – bemerkt man: Es ist hier zu naß und feucht und irgendwie will ich doch wieder zurück in mein Bett…Und warum ist alles eigentlich so rot?
Hat Norman Bates Zutritt zu meinem Badezimmer gehabt??? Sollte ich schreiend weglaufen…???
Ich entschied mich das einfach zu ignorieren und gelangte gegen 3:30 Uhr morgens wieder in mein Bett…(Seitdem haben sowohl meine Flickenteppiche leicht ein-gebräunte Farbtupfer, als auch mein Kopfkissen eine Braunfärbung…)

Um 7 Uhr bin ich dann aufgewacht und betrachtete andächtig mein Blut-durchtränktes Kopfkissen…Hatte ich meine Periode…??? An der falschen Stelle??? Nicht besonders logisch…Was war eigentlich überhaupt passiert? Was blutet da eigentlich?
Waren da vielleicht irgendwelche Halloween Scherzartikel im Spiel und hatte ich evtl. falsches Vampirblut getrunken??? Wollte ich einen authentischen Horrorfilm nachstellen: wie z.B. ‚Martyrers’…?

Ich war ratlos… Ich griff mir suchend an den Hinterkopf, der merkwürdig pochte und bemerkte, dass ich in irgendetwas OFFENES hinein fassen konnte und meine Hände äußerst klebrig waren…Das bewegte mich zunächst einen unpassenden Lachkrampf zu bekommen und mich dann über meine Schuhe zu übergeben…(Die neben dem Bett standen und nicht meine Füße kleideten)

Großartig: Es war nun fast 8:00 Uhr morgens und ich realisierte mit Schrecken: ES IST MITTWOCH…Mein Hausarzt ist nicht da und ich muss zu seiner äußerst widerborstigen Kollegin…Ob ich mir das antun sollte? Darüber musste ich erst-mal nachdenken und stellte mich unter die Dusche…Wobei ich versuchte die offene Kopfplatzwunde nicht im Wasser zu versenken…Nur die total verklebten Strähnen, die musste ich irgendwie beseitigen und mit Duschgel bearbeiten…Dadurch färbte sich das Wasser leicht rot, was mich sehr irritierte…Vielleicht hätte ich nachts lieber den Notarzt holen sollen? Aber wegen so einer simplen Kopfplatzwunde…??? Mir war extrem schwindelig und ich setzte mich erst mal auf den Boden der Dusche…(Norman Bates drang trotz meiner Verwundbarkeit nach wie vor nicht in Erscheinung…) Ich war beruhigt…

Alles war zwar rot, aber irgendwie doch GUT…Ich krabbelte aus meiner Dusche und betrachtete meine Toilette und die Umgebung…Sah aus als ob ich nachts ein Schwein in meiner Wohnung geschlachtet hätte…Aber ich erinnerte mich: Ich war ja Vegetarier und ich zähle nachts nur Schweine, wenn ich nicht schlafen kann…Lieber noch Luchse…Selten Schafe, die werden von Luchsen zu oft attackiert und das tut mir zu Leid…

8:10 Uhr…Ich sollte mal langsam in der Praxis anrufen…Aber was sage ich? Muss ich was sagen??? Ich beschränkte mich aufs Wesentliche…:
„Praxis Dr X und Y—Z Guten Tag“
„Hallo hier ist U…und ich müsste heute mal..“
„Der Doktor ist heute nicht da nur die Frau…Wie immer MITTWOCHS“
„Mir heute ausnahmsweise egal…Ich gehe auch zu Frau X…“
„Dann kommen sie einfach rein…“
Die Praxis scheint sich MITTWOCHS magisch zu leeren…Wobei ich dort angekommen mich einfach wortlos in das äußerst leere Wartezimmer setzte…Da Frau X gerne redet und jedem zu einem Psychologen schickt, kann sie sich auch zwei Patienten lange widmen. Also saß ich da und dachte an geschlachtete Schweine und das ich ungern – wie die Hauptprotagonisten – in „Martyrers“ angebunden an Ketten, verprügelt, kahl rasiert und anschließend gehäutet werden möchte. Ich bin eben kein Märtyrer und versuche auch nicht mit bewaffnetem Kampf dem Kapitalismus ein Ende zu setzen. Der verlebt sich vermutlich in den nächsten 1000 Jahren – WIE das römische Reich – von selbst…Meine Zeit ist dagegen sowieso nur wie ein Sandkorn im Wind.
Außerdem bin ich eher pragmatisch und verletzte nur mich und meinen Körper…Wenn auch nicht immer vorsätzlich, dann aber doch nachhaltig…

Nach diesen philosophischen Selbstgesprächen widmete ich mich dann den tollen Broschüren: Die Krebsstiftung von unserem gigantischen Ultrakapitalisten, dem das ganze Bahnhofsviertel gehört und dessen Frau leider an Krebs erkrankte stieß mir zunächst ins Auge… Soziale Psychiatrie…Was ist an der Psychiatrie schon sozial…(?)…Natürlich besser als Gefängnis…In Amerika gibt es fast keine staatlichen-psychiatrischen Einrichtungen mehr, sodass psychisch kranken Obdachlose oft im Sicherheitstrakt eines Gefängnisses landen…Wir sind auf dem besten Weg dahin, denn es soll auch ein Budget in psychiatrischen Einrichtungen eingeführt werden…Wie schon die Liegezeit im Krankenhaus: TOLL!!! Noch ein Modellversuch…Ich liebe das Wort Modellversuch…

Aber wo war ich eigentlich? Eigentlich wartete ich in einem Wartezimmer auf „Godot“…Vielleicht aber auch auf etwas Anderes…Mein Durchstöbern der Broschüren wurde unterbrochen durch den wunderbaren Zuruf:

„Frau U…Sie können vor die 3…“
„Yeah, weiteres WARTEN vor dem Arztzimmer…Warum aber eigentlich 3 und nicht 1…??? War 1 das Labor? Wer weiß…Egal…Ich saß also vor der 3 und durfte dann ziemlich schnell in die 5…Sie hat nämlich die 5…Ich meine Zimmer 5…“

Frau U betrachtete mich zunächst ungläubig…Denn seit einem Jahr vermeide ich jede Begegnung mit ihr, da ich immer sofort total super therapeutische Ratschläge bekommen, die mir auf die Nerven gehen…Wie: Sie brauchen Gespräche und ein Psychologen und, und, und…Am besten sie gehen stationär nach Timbuktu…Aber was bringt mir Timbuktu??? Nervenschäden sind Nervenschäden und bleiben Nervenschäden…Brennen, Verbrennen, Fegefeuer ist nun mal mein Alltag…Gut ich könnte meine Bulimie evtl. in den Griff bekommen, aber das ist unwahrscheinlich…Denn was bleibt mir momentan…???

„Ich brachte es also auf den Punkt, als ich zu ihr sagte: Ich brauche eine Bescheinigung für den Amtsarzt und ich habe eine Kopfplatzwunde…So 4cm am Hinterkopf…“
Sieh sah mich an als hätte ich nun komplett meinen Verstand verloren…Das hatte ich an diesem Morgen wohl auch und fragte: „Wo genau?“
Ich zeigte ihr die Stelle und sie sah sich die kleine klaffende Wunde an…
„Wie lange ist das jetzt ungefähr her…?“
„So 6-7 Stunden..“
„Dann kann ich das jetzt nicht mehr kleben. Sie müssen zum Chirurgen, der kann die Ränder anschneiden und das dann nähen…Ich rufe da gleich mal für sie an, dass sie nicht solange warten müssen.“
Eigentlich ja nett, aber bei dem Wort anschneiden, wurde mir irgendwie übel…
„Wissen sie wo das ist?“
Ich erwachte aus meiner Trance…“Wo was ist?“
„Der Chirurg…“
„Hee??? Nee, wo jetzt nochmal?“
„Wissen sie wo der Supermarkt 7 am Bahnhof ist…? Die Brücke…?“
„Ach, da wo die Uni…Ja, weiß ich…“
Die nette Sprechstundengehilfin fragte noch: „Kann sie dahin laufen…So fit wirkt sie doch jetzt nicht gerade…?“
(Hey, ich bin fit wie ein Turnschuh…Aber das Wort „Anschneiden“ wollte mir nicht mehr aus dem Kopf…)
Ich lief dann mal so einen weiteren Kilometer oder auch 2 quer durch die Stadt und umkreiste den Supermarkt…Bis ich heraus fand das Augenarzt und Chirurg in einer Praxis agierten dauerte es etwas…Passt ja auch irgendwie nicht zusammen und das auch noch im dritten Stock…Ich kämpfte mich die Treppen hoch und merkte, dass mein Körper langsam aber sicher keine Lust mehr hatte zu laufen und mein Kopf suchte nach einer Ablage oder einem neuen Kissen…
Ich schaffte es gerade noch meine gesetzliche Versicherungskarte über den Tresen zu reichen, bevor mir richtig anfing schlecht zu werden: im Wartezimmer waren leider keine freien Plätze mehr und ich setzte mich dann auf irgendeinen Kinderstuhl in den Gang und kollabierte…Die besorgte Arzthelferin fragte sofort nach meinem Befinden…
„Mir geht es hervorragend…Ich habe nur eine Kopfplatzwunde“
„Wollen Sie sich hinlegen?“
„Nein, Danke…“
Nach weiteren 5 Minuten in denen ich ins Jenseits abgedriftet war…, zog eine energische Arzthelferin an mir und meinen Armen…
„Mir geht es nach wie vor sehr gut…Bin nur etwas müde“
„Sie legen sich jetzt hin..“
„Wohin denn???“ (Die ganze Praxis war VOLL…) Mühsam zerrte ich mich in eine stehende Position, was Dank mehrfacher Bandscheibenoperationen einfach nicht sehr schnell geht. Außerdem hatte sich mein Kreislauf irgendwie von mir verabschiedet.
Zunächst einmal wurde ich im „Röntgenraum“ untergebracht…Wirklich toll da zu liegen…Ich fing an Schweine zu zählen und dachte an Küken, die geschreddert werden und nahm mir vor Veganer zu werden…Wie passen Schweine und Küken eigentlich zusammen? Chicken Mc Nuggets + Schweineburger…Meine Gedanken waren ungeordnet, zerfetzt und zusammenhanglos…

Eine Arzthelferin erweckte mich mal wieder aus dem Jenseits..Im Schlepptau hatte sie einen Rollstuhl…Ich war entsetzt…:
„Ich kann laufen…“
„Setzen Sie sich jetzt da rein…“
Ich versuchte also von diesem blöden Röntgengerät…-für mich umfunktioniert – als Liege runter zu kommen…Für meinen Geschmack und Bandscheiben eher etwas zu hoch…, sodass ich halb herunter fiel und mich irgendwie auffing…
Die Arzthelferin sah mich fragend an und deutete auf den Rollstuhl…Ich ergab mich diesem Schicksal und wurde so ca. 30m weit in den nächsten Raum geschoben…Diesmal hatte ich eine gemütliche Liege, was mir -den Schweinen, Küken, Schafen und Luchsen – wesentlich besser gefiel…Ich driftete also wieder leicht ins Traumland ab, bis mich eine energische Stimme wieder erweckte…
„Sind sie Tetanus geimpft?“
„Ehh, was…Wie ???“ (War etwa doch Norman Bates hinter mir her…? Aber der attackiert doch nur Frauen in der Dusche…!)
„Haben sie einen Tetanus-Schutz, Impfausweis??“
„Impfausweis…Ich..??? Nee…Tetanus???“
„Okay, dann geben wir ihnen jetzt zunächst 2 Spritzen…“

„Drehen sie sich mal um…“ (In dem Moment wurde ich schon energisch und unsanft von der Arzthelferin umgedreht. Da ich zu sehr mit meinem Kopf beschäftigt war, entging mir die Impfung gänzlich…)
„Wo ist denn die Wunde?“
„Ich zeigte auf meinen Hinterkopf und sofort wurde wieder an mir gedreht und gezerrt…
„Da gehen jetzt leider ein paar Haare drauf…“ (Ich wollte protestieren, aber bei 4cm…Das sind bei mir wirklich nur ein paar Haare…)
„Das tut jetzt mal ein bißchen weh…“
Okay, das war nicht untertrieben..Ich fühlte mich irgendwie, als würde man mich skalpieren…Zu meiner Freude dauerte es nur ca. 3min…Chirurgen sind erbarmungslos, aber schnell…Das Ergebnis des „Chirurgenverschnittes“ sieht nach 12 Tagen so aus…:
Genähte Kopfplatzwunde

Ich dachte: Jetzt bist du erlöst, aber…aber das sah der Chirurg anders

„Sie gefallen mir nicht…Sie sind deutlich Zeit verzögert…“
„Ich, ehhh Ich bin NICHT Zeit verzögert…Außerdem muss ich zum Amtsarzt.“
„Sie müssen heute zu keinem Amtsarzt. Ich schicke sie ins Uniklinikum…Dann sind sie entschuldigt…
„Ich will nicht ins Uniklinikum…DAS ist normal bei mir…“

To be continued…

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Ein friedvolles Weihnachtsfest mit gesundheitlichen Problemen

Dieses Weihnachten war – wenn ich es mit einem Wort beschreiben soll- friedlich…
Natürlich kann man einen Waffenstillstand nur mit einigen Kompromissen erreichen. Und da sich Familienmitglieder und seit Jahren bestehende Streitigkeiten nicht einfach über Nacht ändern, lag die Verhaltensänderung und der Kompromiss allein bei mir…
Allerdings sind es keine Sachen, die ich in irgendeiner Form bereue…

Mein geändertes Verhalten war allerdings auch nur möglich, weil ich medikamentös etwas besser eingestellt bin…Mehr oder minder ist die Kombination mein eigener Wunsch…Mein Hausarzt hatte aber selbst einen zweiten Versuch mit Gabapentin vorgeschlagen, da er meinte, dass die Zeit während der Einnahme, die einzige war, wo es mir etwas besser ging…Ich selbst schlug Lyrica (Wirkstoff Pregabalin) vor. Die Alternative zu Gabapentin bei neuropathischen Schmerzen. Mein Hausarzt riet mir aber davon ab, da er gelesen hatte, dass es ein erhebliches Suchtpotenzial hat und er selbst schon einen Patienten hat, der davon nicht runter kommt…

Ich habe das dann auch selbst mal gegoogelt und festgestellt, dass mein Hausarzt damit Recht hat:
Leider ist der ‚gute Artikel‘ im unabhängigen Arzneimittelbrief kostenpflichtig: „Pregabalin – rasant steigende Verordnungszahlen für ein Arzneimittel mit Risiken und ohne Vorteil.“

Man findet es aber auch in den Mitteilungen der Deutschen Ärztekammer (Januar 2011):

Lyrica® ist seit 2004 in Deutschland verfügbar und wird vor
allem in der Indikation neuropathischer Schmerz zunehmend
eingesetzt, obwohl eine bessere Wirksamkeit im Vergleich zu
beispielsweise Gabapentin oder Amitriptylin nicht belegt ist.
Im Jahr 2009 wurden 45,7 Millionen DDD verordnet; dies entspricht
einer Zunahme von etwa 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Lyrica® steht in Deutschland auf Platz 12 der umsatzstärksten
patentgeschützten Arzneimittel mit einem Umsatz von
etwa 220 Millionen Euro im Jahr 2009.

Es ist schon seltsam, dass ein Medikament, welches nachweislich nicht besser wirkt als billigere Alternativen (Gabapentin, Amitryptilin) so oft eingesetzt und gehypt wird…
Ich frage mich, ob es da nicht doch den ein oder anderen bestochenen Arzt gibt, der eben das Patent geschützte Lyrica aus wirtschaftlichen Gründen den Alternativen vorzieht. (Es erklärt aber trotzdem noch nicht, warum das Medikament so oft eingesetzt wird)
Außerdem finde ich es äußerst merkwürdig, dass Pregabalin in Deutschland bei generalisierenden Angststörungen eingesetzt werden darf, aber in den USA dies aufgrund der schlechten Studienlage abgelehnt wurde…

Nun, gut…Eigentlich braucht es mich ja nicht zu kümmern, denn ich selbst bin ja wieder auf Gabapentin (Und hoffe inständig, dass ich nicht wieder einen Milcheinschuss bekomme. Oder meine Leukozyten noch weiter absinken. )
Da mir mein Hausarzt gleich 600er Tabletten mitgegeben hat, war es doch schwer das Medikament einzuschleichen und ich bin innerhalb von 4 Tagen auf die 1800mg gegangen. Nachts merke ich schon deutliche Unterschiede. Ich wache nicht alle 1-2 Stunden auf und denke, dass ich verbrenne. Auch tagsüber sind meine Kopfschmerzen etwas erträglicher. Sie bewegen sich zu mindestens wieder so im Rahmen, dass ich 1-3 Stunden sitzen kann, ohne dass meine Übelkeit und Nackensteifigkeit so schlimm wird, dass ich mich wieder hinlegen muss…

Als muskelrelaxierendes Mittel bekomme ich jetzt Tizanidin (Sirdalud)..(Meine Krankenkasse scheint schon wieder den Rabattvertrag geändert zu haben…Jetzt genieße ich die Tabletten von der Firma TEVA) Das Medikament nehme ich nur nachts, obwohl ich festgestellt habe, dass es auch tagsüber eine gewisse positive Wirkung entfaltet. Leider macht es mich zu müde…Ich könnte dann den ganzen Tag locker verschlafen…Ich frage mich allerdings immer noch warum ich so viele Muskelspasmen habe und ob das eigentlich normal ist…Nachts habe ich -trotz der ganzen Medis – unkontrollierte Muskelzuckungen…Mein Kopf dreht sich nach rechts, dann sind meine Schultern betroffen, dann der Rumpf und dann die Beine..Im schlimmsten Falle zuckt es auch mal durch alle vier Extremitäten…Das ist allersings schmerzfrei und nicht so schlimm wie das Scheiterhaufen-Feeling)

Valoron (Tillidin) nehme ich nach wie vor…Momentan 450mg. Also ich bin immerhin 150mg runter. Toll, ist die Dosis aber nicht. Ich würde gerne eine Opiod-Rotation machen bzw. wieder auf BTM gehen, denn ich sehe da schon auch Abhängigkeitstendenzen. Ohne Tillidin sind aber meine regionalen Rückenschmerzen in der unteren Wirbelsäule und (seltsamerweise auch in der HWS oberen BWS Region) unaushaltbar…Allerdings hilft es nur sehr eingeschränkt gegen das ‚brennen‘ (Also die neuropathischen Schmerzen..)

Jedenfalls konnte ich durch diese Medikation die ersten beiden Festtage gut aushalten und am 26.12 habe ich überwiegend geschlafen und einen Ruhetag eingelegt…

Meine guten Vorsätze für das Weihnachtsfest habe ich aber umgesetzt:

    Beteilige dich mehr an den normalen Aktivitäten der Familie: Essen, singen, reden. (Hier habe ich so meine Defizite, da ich oft gerne alles verweigern würde und immer mit mir kämpfen muss, mich normal zu verhalten…Reden halte ich 30 min durch…Singen finde ich eigentlich lustig. Aber trotzdem bin ich oft lieber still und höre nur zu…Essen: Da kommen alle meine ‚alten‘ Konflikte mit der Familie hoch und irgendwie ist es momentan wieder generell schwer für mich vor anderen Personen zu essen. Wobei das für mich lange Zeit kein Problem mehr war…
    Gehe mit in die Kirche und denk‘ dir deinen Teil bei der Predigt. (Ich war sogar 2x in der Kirche. Im normalen Gottesdienst und in der Christmette. Nachts um 23 Uhr war die Kirche mit gefühlten tausend Lichtern beleuchtet…Sah sehr schön aus…Es war mehr ein Singabend und bei dem Inhalt der Lieder habe ich mir eben meinen Teil gedacht…
    Ignoriere die schlechte Laune deiner Mutter und versuche sie über normale Konversation zu besänftigen. Heize den Konflikt zwischen deiner Mutter und Oma nicht noch mehr an. (Für meine Oma und meine Mutter bin ich irgendwie ‚ihr Kind‘ und die beiden können immer noch darüber streiten bei wem ich öfter bin….Wen ich lieber habe… etc. Das ist für mich eine nervige Zwickmühle. (Diesen Konflikt konnte ich darüber lösen, dass ich meiner Mutter versprach am 31.12. zu kommen und bei meiner Oma habe ich am 24.12. übernachtet
    Lege zwischendurch trotzdem Pausen ein..In denen du den Raum verlässt und dich ausruhst.

Das alles habe ich gemacht und es funktionierte auch einigermaßen gut…Bemerkenswert fand ich, dass meine Großeltern am meisten gemacht und gearbeitet haben. Die waren sozusagen nur am rennen, während ich zwischendurch immer wieder auf einer Bank/dem Sofa lag und geschlafen habe…Die sind so alt und haben so viel durchgemacht in ihrem Leben, dass es schon komisch anmutet, dass ich kränker bin als die beiden…