Fernsehserien…(Inspiriert durch Frau K. und Amy)

Auch ich neige in Phasen der depressiven Verstimmung in Phantasiewelten zu flüchten…Allerdings kann ich die meisten Fernsehserien auch nur bedingt ertragen…

Es gibt aber auch positive Ausnahmen:

TREME

TREME
Treme ist eine US-amerikanische Serie, die in New Orleans situiert ist. Die erste Staffel der Serie spielt drei Monate nach Hurrikan Katrina und handelt überwiegend vom coping der Künstler- und Musikerszene mit der Zerstörung und dem Wiederaufbau der Stadt und ihrer Kultur…Treme ist eher wie ein guter Episodenroman. Man hat verschiedene Handlungsstränge und Narrative, die Mal in Kontakt zueinanderstehen und dann sich wieder verlieren. David Simons Themenschwerpunkte sind Kunst, Politik und Avantgarde. Treme zeigt eine Stadt voller Ambivalenzen bei der Korruption, Kriminalität und Gewalt nur kleine Kontrapunkte zu einer Künstler- und Musikerstadt darstellen, die am Wendepunkt zwischen Wiederaufbau oder Untergang steht. Treme zeigt vor allem das „Allzumenschliche“: Überleben aus Sicht der Künstler, Politiker und Intellektuellen. Dabei fällt dann auch auf, wie wenig man die Welt doch wirklich in gut/böse bzw. richtig/falsch teilen kann..An Treme fand ich allerdings problematisch, dass manchmal der allzu lose Stil auch dazu geführt hat, dass man sich bei mancher storyline gefragt hat, warum wird das überhaupt erzählt ???? Mir fehlt vielleicht dazu die L’art pour L’art Perspektive, aber ich habe noch nie die Notwendigkeit gesehen 300 Euro Weinflaschen zu kaufen oder in ein Restaurant zu gehen und für 400 Euro zu essen…Für NICHT-Jazz/Alternativ Musik Fans sind auch die Musik Sequenzen vermutlich ziemlich unerträglich lang…Denn Musik wird hier eher als selbsttragendes Element integriert, dass immer wieder Handlungsketten durchbricht…5-10 Minuten kann man sich dann laute Schreie der Mardi-Gras Indians anhören und sein nicht vorhandenes Musikgehör befragen,ob man es gerade mit Swing, jazz, blues, rhythm and blues, hip hop, Cajun, country oder einem anderen undefinierbaren Stil zu tun hat…

 

THE WIRE

THE WIRE
The Wire ist vom selben Macher , – wie Treme: Es ist eine der wenigen Serien, die ich wirklich von A-Z Folge für Folge und Staffel für Staffel gesehen habe. In über sechzig Sendestunden liefert sie so eine art epische Milieustudie einer untergehenden amerikanischen Stadt: Baltimore. Es ist faszinierend mit wie viel Liebe man vom schwarzen Ghetto und seinen Einzelschicksalen bis zur politischen Führungsschicht erzählen kann, ohne in tiefe Melancholie und Verzweiflung zu verfallen und das obwohl die gesamte Serie nur Niedergänge thematisiert. Jede Staffel hat quasi ihr eigenes Niedergangs Epizentrum…In der ersten Staffel ist es die Polizei,die mit ihrem war on drugs eigentlich nur die 14 Jährigen Dealer erwischt,aber nie die Key Player. Man erlebt die absoluten Hierarchien des Polizeiapparats und eine Politik, die nur an niedrigen Verbrechensstatistiken und nicht an einer wirklichen Veränderung der Verhältnisse interessiert ist. In der zweiten Staffel wird vom Niedergang der amerikanischen Arbeiterklasse und den organisierten Gewerkschaften, rundum eine Werft berichtet…Es ist der Überlebenskampf eines kleinen Gewerkschaftsfunktionärs, der sich in illegale Machenschaften verwickelt, um seine Leute bezahlen zu können und die Werft politisch als Standort zu sichern. Ein grotesk anmutender Kampf, denn die menschliche Arbeitskraft kann mittlerweile nahezu komplett durch Maschinen ersetzt werden. Um das absolut marode US-Erziehungssystem und um die Massenmedien geht es in den letzten beiden Staffeln. Ähnlich der Polizeistatistiken geht es auch im Schulwesen nicht wirklich um Verbesserungen, sondern wie kann ich eigentlich verbergen, dass ein Großteil aller Schüler nicht wirklich lesen kann und wie bekomme ich sie trotzdem durch den Test?? In dieser Staffel schließt sich dann auch wieder Kreis, denn man sieht,wie aus Jungs/Teenies, die sich am Anfang der Staffel noch mit Wasserbomben bewerfen Straßendealer und Junkies werden. Wie aus kindlichem Spiel Ernst wird und das man am untersten Rand der Gesellschaft bedroht von Armut, Verbrechen und Gewalt in den Strudel heruntergerissen wird… The Wire ist im Gegensatz zu Treme wesentlich pointierter und trotz seines riesigen Figurenarsenals und den verwobenen Handlungssträngen aus Junkies und Polizisten, Schülern und Politiker, Dealern und Lehrern gibt es immer eine Hauptperspektive, die den Erzählstrang zusammenhält…Daher wesentlich einfacher zu sehen. Man kann es durchaus als normale Krimiserie konsumieren… David Simon kennt diese Welt in und auswendig und das merkt man der Serie an. Er hat fast zwanzig Jahre lang als Polizeireporter bei der Baltimore Sun gearbeitet und wird heute – nicht zu unrecht – als Charles Dickens der amerikanischen Serienkultur gefeiert.

THE KILLING

The Killing
Sehr positiv hat mich das US-Remake einer dänischen Kult-Krimi-Fernsehserie überrascht…Ich bin kein großer Krimi-Fan, aber “The Killing” (Fox Television Studios/ Kabelsender AMC )hat die Geschehnisse aus dem dänischen Original “Forbrydelsen” (Das Verbrechen) für mich Recht überzeugend in das verregnete Seattle (Washington) verlegt. Insbesondere der Pilot ist gelungen und atmosphärisch sogar wesentlich dichter als das Original. Allerdings ist das amerikanische Drehbuch in Teilen etwas unlogisch, da man von Handlung zu Handlung und Verdächtigem zu Verdächtigem springt.
“The Killing” im Original lässt sich viel mehr Zeit im Erzzählgang und hat gen Mitte schon einige Längen, aber die Serie lebt vor allem durch das Ensemble und die Charaktere. Bei der Adaption haben die Amis manchmal etwas zu sehr auf Gewalt und Effekt gesetzt und versuchen Längen durch mehr Action zu kompensieren…, was manchmal auch ein bisschen zu viel des Guten ist..Allerdings haben sie auch das psychologische Kammerspiel ausgebaut und den Figuren mehr eigene Geschichte gegeben…So hält sich Verbesserung und Verschlimmerung der Serie die Waage…( Das dänische Original sollte man auch im Vergleich sehen)
Die Ermittlungen im Mordfall Rosie Larsen umspannen 26 Folgen. Das junge Mädchen wird im Kofferraum eines Wagens gefunden, der zum Wahlkampfteam des Bürgermeister-Kandidaten Darren Richmond gehört, der gegen den korrupten Bürgermeisteramtsinhaber antritt. Der Tod des Teenagers wirkt sich somit auf die gesamte Stadt aus und wird ein Politikum. Allerdings geht es in der Serie nicht nur um die große politische Bühne ..Ganz im Gegenteil ist der Fokus viel eher auch eine Seelenschau und zeigt, wie ein Mordfall ganz viele Menschen direkt oder indirekt aus der Bahn werfen kann und beeinflusst, indem er sie zu Trauernden, Verdächtigten, Mitschuldigen, Tätern oder Opfern macht. Figuren werden von ihrer Vergangenheit plötzlich wieder eingeholt, die für sie längst überwunden schien und drohen erneut daran zu zerbrechen…

Downton Abbey

Downton Abbey

Downton Abbey würde ich als einen interessanten britischen Allround-Mix ansehen. Nicht besonders anspruchsvoll, viel Herz-Schmerz, aber dann doch hier und da wieder ein gesellschafstpolitischer Anklang. Einerseits ein großes Jane-Austen Kostümdrama, dann auch irgendwie ein mitreißendes Familienepos. Gleichzeitig bekommt man als Zuschauer dann auch noch ein (angebliches) Sittenbild des ausklingenden Edwardianischen Zeitalters mitgeliefert…(Ach! Nein! So viel Anstand und würdevolles Verhalten..Ich wäre fast jetzt gerne eine Magd…Keusch und rein…) Bei so vielen sublimierten Trieben würde Freud sicherlich unter der Oberfläche des Anstands doch einiges mehr interpretieren können,was mir als Laien doch wiederum hier komplett zu entgehen droht..Aber worum geht es denn jetzt eigentlich ??? Da ich ja Geschichten des Untergangs liebe…: Auch das hier ist eine Geschichte des Niedergangs…Der idyllische herrschaftliche Aristokratenlandsitz Downton Abbey gerät in Gefahr als der designierte Erbe des Familienbesitzes beim Untergang der Titanic auf tragische Weise ums Leben kommt. Da laut Erbfolgevertrag nur ein männliches Familienmitglied rechtmäßigen Anspruch auf das prachtvolle Anwesen hat, bringt dieser Umstand den residierenden Hausherrn, seine amerikanische Gemahlin und die drei reizenden aber leider (sehr weiblichen )Töchter in eine missliche Lage, denn nun muss ein männlicher Erbe gefunden werden. Der entfernte Cousin Matthew, Anwalt aus Manchester und ohne jegliches Interesse und Standes-dünken ist erst einmal nicht so der Favorit der Familie, aber mit seinem unerschöpflich blonden Haaren und dem jungenhaften Bubigesicht ist es doch klar wohin sich die Geschichte weiterentwickeln wird….
Handlungstechnisch konzentriert sich „Downton Abbey“ vorwiegend auf allemögliche zwischenmenschliche Dramen, welche manchmal durch ein gesellschaftspolitisch motiviertes Nebengeschehen ausgeschmückt werden. Liebe, Intrigen, Macht und Verrat haben etwas von Seifenoper…,aber so britisch schön und kitschig irgendwie…

GAME OF THRONES

Game of Thrones

….Ist quasi die Antithese zu Downton Abbey…Hier wird nicht nur ganz nach amerikanischer Art blutrünstig getötet und alles abgeschlachtet, was so im Weg steht…Hier wird sogar auch offen gefickt…Der Adel ist nackt, intrigant, hinterlistig, wollüstig und immer auf Macht und Status versessen…, wenn man nicht gerade hemmungslos miteinander Sex und Inzest betreibt.Es geht um Machtgewinn,Herrschaftserhalt…Dem Spiel um die Krone und politischen Einfluß… „Game of Thrones“ baut seine Kulissen in einer Art mittelalterlich anmutende Fantasys-Welt auf. Der Kontinent Westeros wird von König Robert regiert, einem Mätressen und Alkohol gleichermaßen zugeneigten Herrscher. Das Herrschen und seine unglückliche Ehe haben Robert mittlerweile gebrochen. Die intrigante Gattin und ihre eigene begüterte Familie haben schon lange die Herrschaft hinter den Kulissen übernommen. Robert ist nur noch eine Art despotischer Witzfigur und sein Versuch in der ersten Staffel die eigene Herrschaft zu sichern, scheitert schnell kläglich… Westeros besteht bedauerlicherweise auch noch aus sieben Königreichen und die sind nur schwer bis gar nicht unter eine Krone zu bringen..Im Norden hat man dann noch ein nettes Fantasyelemnt, in Form von einem gigantischen Eiswall, der die zivilisierte Welt von den Wildlings und White Walkern schützt. (Gruselige Gestalten…, deren Funktion mir auch nicht so klar ist…) Die eigentliche Handlung der Serie beginnt aber in Winterfell, dem Sitz des Adelsgeschlechts der Starks, die im Norden des Reiches residieren. Lord Eddard ‘Ned’ Stark ist der beste Freund des Königs Robert und wird von diesem gebeten, mit ihm in die Hauptstadt nach King’s Landing zu folgen, um den Posten der Hand des Königs zu übernehmen, also als erste Berater zu fungieren…Tja, und auch wenn es sich nicht so anhört: Irgendwie ist die Serie doch mehr als die Summe ihrer Teile und hat zuweilen einfach auch ein bißchen Witz und Tiefgang…

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Konzept(e) vorlegen…

Mein Hausarzt und seine Kollegin…,die sind sich irgendwie uneins…Bin ich nun zu 70% eher psychisch labil und bekomme daher meine Schmerzen nicht in den Griff…oder sind es doch eher 70% Schmerzen und 30% Psyche oder 50%/50% ??? Kann man das jetzt so weitere Monate zuwartend betrachten??? Müssten Sie handeln oder muss ich handeln???

Persönlich finde ich das gerade ALLES irgendwie überfordernd und warum SOLL ICH eigentlich als Patient mir mein eigenes Behandlungskonzept ausdenken (?) Kann jemand nicht mal etwas für mich machen und sagen: Gehen Sie erst zu Neurologe X und dann in Uniklinik y und wenn das nicht funktioniert in Schmerzklinik Z…Nee, mir wird gesagt: Denken Sie mal nach: WAS sie jetzt machen wollen ???
Bzgl. Medikamentengebrauch kam ich in das folgende tolle Streitgespräch mit der Kollegin meines Hausarztes…
HÄ: „BTM’s..Ich verschreibe ihnen keine BTM’S—Das macht sie süchtig. Und viele Menschen haben Nervenläsionen und Spinalkanalstenosen und hatten auch schon mehrere Bandscheibenvorfälle.“
Ich: „Aber ich habe das doch ALLES auf einmal…Welcher Patient hat denn schon ein beidseitiges Karpaltunnelsyndrom, eine Beinheberparese, verlängerte motorische Latenzen…Ich weiß, dass ich auch psychosomatisch erkrankt bin, aber wie soll ich bitte damit LEBEN jede Nacht zu verbrennen und…???“ (Ich würde Ärzten mal raten,den Test zu machen und 20 Minuten einen Elektrozaun anzufassen und zu sehen wie es ihnen DANACH geht…Vielleicht könnten sie sich die Schmerzqualität dann besser vorstellen)
HÄ: „Sie werden das nicht in den Griff bekommen, wenn sie keine Psychotherapie machen. Sie brauchen Gespräche… Sie wollen sich der Sache einfach nicht stellen.Ich habe mit ihnen schon einmal ausführlich darüber geredet und seitdem weigern sie sich zu mir zu kommen und sehen mich jedes Mal nur böse an, wenn sie die Praxis betreten….Wie wäre es mit einer Schmerzklinik?“
Ich: „Wieso sehe ich sie böse an??? Ich bin doch eigentlich gar nicht ihr Patient…??? Jeder hat doch so seinen Bezugsarzt…Außerdem kann ich mich nicht Mal mehr so genau daran erinnern…,worüber wir gesprochen haben…Nur das sie mir geraten haben den Therapeuten zu wechseln, aber da war ich in der 5ten Stunde und das ist über ein Jahr her…Außerdem mache ich doch schon Psychotherapie…“ (Gut, NICHT sehr erfolgreich…, aber eigentlich ist mein vorrangiges Ziel auch mein Examen hinter mich zu bringen und nicht in irgendwelchen minderbemittelten stationären Therapieinrichtungen für 10 Tage zu landen, die mich aufgrund einer bescheuerten Fallpauschale eh nicht auf Medikamente einstellen kann und wieder entlassen muss…— bevor die Nebenwirkungen überhaupt erst eingesetzt haben…Vernünftige Schmerzklinika haben Wartelisten von 6-9 Monaten UND nehmen in der Regel auch nur auf, wenn die Ursache geklärt ist…(Es gibt natürlich auch Diagnostik/Schmerz kombiniert, da wartet man dann bis zu 1,5 Jahren…Außerdem ist bei mir einiges an Basisdiagnostik nicht einmal gelaufen…Also bevor man mich als totales Rätsel bezeichnen könnte, wären Lumbalpunktion und Muskelbiopsie doch auch an einer Uniklinik irgendwie möglich… Die meisten psychosomatischen Klinika würden mich GAR NICHT nehmen, da ich mit allen körperlichen Morbiditätsrisiken ein Ausschlusskandidat bin…(Kein Witz: Ich habe da sogar nachgefragt…!!!) Einzige Alternative wäre dann noch die Psychiatrie und ob die mich wirklich initial weiterbringen würde, wage ich zu bezweifeln…, aber natürlich BEVOR es soweit kommt, müsste ich erstmal die neurologische Diagnostik vervollständigen lassen…Dafür wäre mein Hausarzt…Nur darum soll ich mich selbst KÜMMERN)
Mein Hausarzt hat mir jedenfalls jetzt implizit ebenfalls zu verstehen gegeben, dass ich bis zum nächsten Mal des Wiedersehens (Ich brauche schließlich Medikamente) irgendwas in die Wege geleitet haben muss…(Mit 50 Oxycodon habe ich jetzt 15-25 Tage Zeit)
„Entweder Sie sind das nächste Mal in der Diagnostik ein gutes Stück vorangekommen oder ihn fällt jetzt noch irgendetwas als Schmerzmittel ein, dass uns hier wirklich einen Schritt voranbringt…Wenn ich Ihnen Oxycodon gebe , haben sie starke Kopfschmerzen,dass sie nicht mehr arbeiten können…Verschreibe ich Ihnen Tillidin können sie nicht sitzen…Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben hat langfristig ja auch keinen Sinn… Wie ging das jetzt mit den 7 Tagen Dexamethason (Cortison)…??? Fühlen Sie sich irgendwie anders??? Depressiver oder euphorischer??? “
Ich: „Keine Ahnung..Beides abwechselnd…Jedenfalls habe ich etwas weniger Kopfschmerzen…Vorwiegend fand ich es beunruhigend, dass alles irgendwie verdammt gekribbelt hat…Nachts fand ich das sehr grenzwertig…Wie wäre es mit ehhm Baclofen…“
HA: „Das ist gegen Spastiken…Was wollen Sie denn damit???… Ja, und das mit dem Cortison kann schon sein, dass es so etwas verursacht, wenn sie denn eine Entzündung haben. Vielleicht sollten Sie Mal an Diagnostik…“
Ich: „Aber ich bin mitten im Examen…und Baclofen…“
HA: „Ich verschreibe ihnen gerne etwas relaxierendes…Wie Tetrazepam…Macht zwar auch total süchtig, aber das hatten Sie ja schon monatelang nicht mehr…Baclofen verstehe ich nicht als Idee und mit Katadolon zerstören sie langsam ihre Leber“
Ich: „Okay…“
HA: „Und wie gesagt…Zum nächsten Mal brauche ich dann ein KONZEPT..“

Blogroll gelöscht—-

Eigentlich wollte ich gerade zwei Links zu meinen Lesezeichen hinzufügen, aber dabei habe ich leider die gesamte Blogroll gelöscht…Nicht böse sein…

Außerdem: Evtl. lege ich hier mal eine kleine Pause ein, da ich voll im Stress bin…Hoffentlich nicht Monate…

Psychologenbashing oder Patientenbashing Vielleicht aber auch nur Übertragungs- und Gegenübertragungswiderstand


Sinnvolle psychologische Gesprächsführung…Ich befand mich also gerade in mitten eines Schmerz-Crashes, kurz bevor ich die tolle psychotherapeutische Praxis betrat und kämpfte mit meiner Gesichtsmuskulatur. Mittlerweile saß ich nun schon so. ca. 6 Minuten vor der jetzt wieder einmal etwas genervten Psychologin — in trauter Schweigsamkeit…Wir perfektionieren gerade eine Therapie erst gar nicht stattfinden zu lassen. Patient (in dem Fall ich) weigert sich einfach das zu machen, was Arzt (in dem Fall sie) verlangt: Freies assoziieren…Nicht so mein Ding…Fragen stellen ist wiederum nicht so ihr Ding… Auch wenn sie eigentlich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie macht…Scheint ihre das generell zu langweilig zu sein bzw. ich habe echt das Gefühl: sie ist UNFÄHIG dazu…Lieblingssatz: Was ist ihre Phantasie ? (Auch wenn es um das Bestreichen eines Butterbrot gehen würde, kann sie dich mit diesem erhellenden Satz beglücken) Also halbwegs gesunden Menschen, die es nicht gerade in Panik versetzt, wenn man sie minutiös begutachtet…, berichten ihr das ja evtl. gerne, aber ich muss meine Fantasiewelt mit Klauen und Zähnen verteidigen…Ganz echt…: Was habe ich sonst… Es hat mich gerettet. Es ist mir…Jedenfalls war ich sehr vertieft das Muster des Teppichs nach Quadraten abzusuchen, während mir Blitze in meinen Rücken und in die Beine schossen…Auf irgendwas musst du deinen Geist in einem Schmerzcrash fixieren, denn ansonsten verlierst du die Kontrolle…
P:“Woran denken Sie gerade?“
I:“Nichts..Schmerzen?“
P: „Ist das schlimmer geworden in letzter Zeit? Ist es im Liegen besser…???? Ich hätte da auch noch eine Couch“ (Unübersehbar)
I:“Keine Ahnung…“ (Echt: vor drei Wochen nannte sie mich noch wesentich zu PARANOID um jemals diese Couch benutzen zu können…Okay, so hat sie das nicht formuliert, aber sie meinte (wörtlich). Nicht im Liegen bei einer paranoiden Symptomatik…)
P: „Sind die Schmerzen immer in der Intensität?
I: „Nee, kommt und geht..Habe nur ein bißchen rum experimentiert mit Medikamenten absetzen“ (War natürlich jetzt nicht besonders ehrlich.Es ist schlimmerer geworden. Langes Schweigen)
P: „Warum denn ausgerechnet jetzt´? Wenn sie versuchen ihr Examen zu machen…?“
I: Och, keine Ahnung mir war alles zu viel und ich wollte mal sehen wie es ohne Schmerzmittel überhaupt ist“
P:“Sie meinen das lenkt dann von den WAHREN Problemen ab…und sie sind nur noch auf den Schmerz fixiert. Schmerz sozusagen als Suchtmittel, mit dem sie das andere: Den Druck, die Examensarbeit zu schreiben nicht spüren müssen“ (Da gebe ich ich ihr sogar partiell recht. Aber nach drei Tagen ohne Schmerzmittel denke ich an Selbstmord…Das habe ich natürlich nicht gesagt)
I:“Suchtmittel. Na ja, es ist nicht selbstlimitierend…Man kann es nicht steuern. Außerdem konnte ich Oxycodon aufgrund von Nebenwirkungen nicht mehr einnehmen..Kopfschmerzen…“ (Schweigen)
P:“Wie ist das eigentlich mit anderen Menschen…Können Sie mit denen ganz normal reden…Auch über sich…So mit Arbeitskollegen???“
I:“Ehhm, ja…Warum?“
P: „Wie jetzt…Doch nicht wirklich?“
I: „klar, rede ich mit Arbeitskollegen über meine Probleme…Mehr als hier. Ist ja auch ne andere Situation…Wieso denn auch nicht???“
P (ziemlich säuerlich): “ Dann sollten Sie mal überlegen was sie hier überhaupt WOLLEN und ob sie von den Gesprächen profitieren. Dann bringt ihnen das Ganze doch gar nichts…An dem Punkt waren wir doch auch schon mal…Dann müssen wir uns überlegen, ob das noch…Was macht es ihnen denn hier so schwer?“ (Mein Gedanke: Ja, sie wollen mich rausschmeißen… DANN SAGEN sie das doch auch so…Ich hasse Euphemismus..Wie soll man eigentlich eine Vertrauensbasis aufbauen, wenn gleichzeitig die Drohung im Raum steht: “ In 2-5 stunden müssen sie sich weiter entwickelt haben und mit mir sprechen, ansonsten ist hier die Tür zu und tschüß… Das setzt mich unter Zugzwang und ich fühle mich dann genötigt zu handeln und Dinge von mir preis zu geben, die ich evtl. noch gar nicht sagen will und das Ganze fängt wieder von vorne an. Denn das Grundproblem ist nicht gelöst…Prinzipiell weiß ich sogar, dass ich vermutlich hier wirklich ne Mutter/Tochter Rollengeschichte re-inszeniere im Sinne eines Wiederholungszwangs…Aber sie scheint ja komplett mit zu agieren OHNE das ihr das eigene Verhalten bewusst ist…Aber sollte man sowas dann einem Psychologen erklären???)
I: „Mich stört der Rahmen. Ich fühle mich wie im Kreuzverhör.“
P: (jetzt richtig sauer und unterbricht mich): „Vielleicht würden Sie sich nicht so fühlen müssen, wenn Sie einfach reden würden, da sie ja offenbar mit jedem Anderen angeblich so gut reden können. An dem Rahmen kann ich leider nichts ändern“ ((Langes Schweigen)
P: „Wollen Sie denn überhaupt jetzt noch einen Termin haben und wiederkommen?“
I: „Ja….“ (Mein Hausarzt killt mich, wenn ich diese Sportart: Psychotherapie aufgebe…Also Fassade aufrechterhalten ist wichtig…Außerdem kann ich eh nur sehr schwer wechseln, da ich mitten drin bin…So bei phänomenalen 34 Stunden und dafür weiß die Psychologin einerseits sehr, sehr wenig und andererseits auch doch wieder etwas das keiner weiß…)
P: „und wann?“
I: „Irgendwann nach den Ferien?“
P: „Ja, aber wann genau?“
I: „Sie haben doch eh nur begrenzt Termine frei…“
P: „Überreicht mir ärgerlich einen Zettel…“

(Selbst-)Entzugsversuche: Oder wie man nicht mehr von Morphium los—kommt oder los—kommen kann

Ich bin gerade an Tag 6 meines Selbstversuches…Dem ABSETZEN von Hydromorphon…Das ist jetzt Versuch Nr. 3. in den letzten Monaten wieder von den tollen /retardierten /hochdosierten Schmerzmitteln (Opioden/Morphium) runterzukommen…Bislang ohne besonderen Erfolg… (Vielleicht auch, weil ich immer noch nicht wirklich die Ursache meines Problems kenne. Mit ca. 8 Nervenläsionen lebt es sich auch nicht wirklich angenehm…Wobei die Kollegin meines Hausarztes zu mir meinte, dass Nervenläsionen und Spinalkanalstenosen doch so viele Menschen hätten und ich mehr Psychotherpaie als Medikamente bräuchte..Ich weiß ja nicht WIE sie darauf kommt: Selbst die Empfehlung der Neurologen (vor 3-4 Monaten )war ja nur wieder die Medikation umzustellen auf Lyrica und Amineurin…Dieses Experiment hatte ich schon und Lyrica hilft absolut nicht gegen die tollen Einstiche in meiner Wirbelsäule: sprich Rückenschmerz… Dennoch weigert sich die Kollegin meines Hausarztes mir BTM’s auszustellen und stellt mich in die Ecke des Drogenjunkies…Irgendwie gebe ich ja auch zu, dass ich ABHÄNGIG bin, aber es gibt auch gute Gründe WARUM man dieses Zeug braucht…Außerdem habe ich selbst MIT Hydromorphon und Oxycodon starke Schmerzen, aber eben aushaltbarer…Ich phantasiere unter dem wunderbaren Einfluss der Medikamente jedenfalls nicht ständig darüber, meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen oder mir Schnittwunden mit Messern in die Haut zu ritzen, um irgendwie eine Schmerzablenkung zu haben…Momentan finde ich Rasierklingen sehr anziehend…Nur die Erkenntnis, dass es sowieso nix nützend würde mir in den Arm zu schneiden, da neuropathische Schmerzen und durchbruchartige Rückenschmerzen (Kribbeln, Brennen) sehr viel schlimmer ist, hält mich von der Umsetzung ab…

Eigentlich sollte ich auch gerade meine Diplomarbeit schreiben, aber ich kämpfe gerade mit solchen atembetäubenden Schmerzattacken, dass ich alle 20-30 min. laut schreien könnte..Natürlich verhalte ich mich zivilisierter und jammere im Extremfall nur vor mich hin… Mein Schmerz ist eigentlich auch schon abwechslungsreich genug. Das alte Schmerzmuster aus üblen Kopfschmerzen, verbunden mit Rückenschmerzen an mehreren stellen und dem tollen Kribbeln in sämtlichen Extremitäten ist bereits ein dreifaches HIghlight. (Allerdings kribbelt es mal abwechselnd überwiegend in den Armen und dann fast nur in den Beinen…Bzw. meine Beine fühlen sich enorm taub an…)

Ich muss aber zugeben, dass es schon eine echte Verbesserung zu den Vortagen ist…, wo ich zusätzlich noch Schüttelfrost, Kreislaufzusammenbrüche, Fieber, Erbrechen und Durchfall hatte…In diesem Zustand auch noch in der Stadt herumzulaufen ist dann natürlich selten blöd, aber dummerweise ist LIEGEN gerade das, was alle diese total bescheuerten Schmerzattacken provoziert…Also habe ich zunächst auf biegen und brechen versucht auf den Beinen zu bleiben…Mit dem Ergebnis, dass ich einmal auf einer öffentlichen Toilette übergeben habe und beim Einkaufen dann das Bewusstsein für ne Minute oder zwei verloren habe, sodass um mich herum ca. 10 Leute standen und darüber diskutierten, ob ein Krankenwagen jetzt angezeigt wäre oder nicht…(Leute sind echt seltsam und handeln nicht unbedingt, wenn etwas passiert…Ich bin allerdings FROH, dass keiner sein Handy gezückt hat, denn ich WILL unbedingt meinen Abschluss machen. Ferien in der Neurologie/Psychiatrie kämen mir jedenfalls absolut nicht entgegen oder wo immer man chronifizierte Schmerzpatienten mit psychischen Komorbiditäten so auf die Schnelle hin abschiebt…)
Eigentlich versuche ich ja AUCH herauszufinden, WO ich überhaupt Schmerzen habe…Denn unter Oxycodon oder Hydromorphon ist alles doch sehr GEDÄMPFT und die Schmerzattacken sind nicht ganz so intensiv und wirken eher wie ein diffuser Ganzkörperschmerz ohne konkrete Lokalisation…So ist das zwar nach wie vor VÖLLIG diffus, aber ich kann zumindestens 2-3 Hauptpunkte in meinem Körper ausmachen…

Irgendwie ist das ein ziemlicher Jammerbeitrag, der ziemlich wenig Sinn macht, aber mir gerade Mal danach…

Ping-Pong Ball…

Ja, genau so fühle ich mich…Es ist Monate her, dass ich hier gepostet habe und ich bin keinen Schritt weiter gekommen…Okay, ich weiß jetzt, dass ich eine umherwandelnde Nervenläsion bin, mit Schäden im peripheren und zentralen Nervensystem…Aber ich weiß nicht warum…??? In meinem Alter ein beidseitiges Karpaltunnelsyndrom in den Händen zu haben, im rechten Bein eine Peronaeusläsion (Ich bin von links operiert worden und da sind meine Nervenwurzeln vorwiegend massiver Quetschung ausgesetzt gewesen) Im linken Bein habe ich noch eine S1 und L5 Läsion (Okay, das kommt von den OP’s) Aber das Highlight: ich habe auch noch eine Pyramidenbahnläsion zum linken Arm und rechten Bein…Verlängerte zentralmotorische Latenz (GRRRhhhhhhh….) Eigentlich deutet das auf den Hirnstamm, aber die Neurologen meinten, dass ich rein klinisch völlig unauffällig wäre, daher wollten NOCH EINMAL MRT’s der Hals- und Brustwirbelsäule…(Mein Hausarzt hat nur darüber gestöhnt…Die machen immer die gleichen Untersuchungen und wundern sich das dabei nichts heraus kommt…) War dann natürlich auch so.Außer einem Mini-BSV in der Halswirbelsäule hat man wohl nix gesehen…(Wobei die haben nicht einmal Kontrastmittel gegeben. Also Entzündungen hätten sie auch nicht sehen können) Die elektrophsyiologischen Messungen ergaben auch noch einmal genau dasselbe konfuse Muster an Zerstörung: Ganz im Ernst.. es schien ungewöhnlich zu sein, denn am Ende standen zwie Ärzte und die MTA um mich herum und blickten auf den Monitor…(Ich sah da ja nur Wellen, aber nun gut) Das Wort demyelisierende Erkrankung fiel…Aber Blut, EKG etc. war unauffällig…Die freundliche neurologische Assistenzärztin meinte, dass man mich obduzieren oder sezieren müsste, um jetzt genau herauszufinden was ich habe…(Noch bin ich ja nicht gestorben…Aber Neurologen arbeiten mit so vielen fast Toten, dass es für sie offenbar keinen Unterschied macht) Die Schmerzen kämen wohl von den OP’s und momentan sei ich ja unauffällig, wenn mir auffallen würde, dass ich ein Schub habe, solle ich wieder kommen…Das was sie gefunden haben, könnte aber auch schlicht und ergreifend von der Wirbelsäule kommen oder angeboren …(Ich war sehr verwirrt..Schub oder Wirbelsäule..Angeboren???)
Die Neurologen haben mich jedenfalls einfach wieder zu den Neurochirurgen geschickt: Einerseits mit der Behauptung, dass die verlängerte zentrale motorische Latenz zum linken Arm und rechten Bein von einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule käme und überhaupt seien Nervenläsionen Sache der Neurochirurgie…Die Neurochirurgen haben ihre Zuständigkeit verneint, weil der Bandscheibenvorfall doch gar nichts macht bzw. eigentlich ist er RECHTSSEITIG gefallen, d.h. ich müsste – wenn überhaupt- Schäden in der rechten Hand haben…Ein MRT des Kopfes fanden sie irgendwie aber auch für überflüssig, da ich keine typische Hirnstammsymptomatik aufweisen würde…Außerdem sollten die Neurologen das doch bitte erstmal fertig diagnostizieren: Also Lumbalpunktion und Muskelbiopsie fand der Neurochirurg empfehlenswert…Eigentlich wollte der dann nochmal mit seinen Kollegen reden und ich sollte ihn zurück rufen…Das ist jetzt irgendwie drei Monate her und ich habe das immer noch nicht getan…Denn irgendwie hatte ich keine Lust mehr…Vor allem muss ich mit meinem Leben doch auch Mal vorankommen. Ich kann doch nicht ewig mich in einer Warteschleife um mich selbst drehen…Den Gipfel fand ich außerdem den Befundbericht, demnach hatte ich dann trotz der elektrophysiologischen Befunde noch eine PSYCHOGENE Gangstörung…Bin ein Jahr älter als ich wirklich bin…Die Op Reihenfolge stimmt nicht…Schlicht und ergreifend ist das ein reiner Phantasiebericht…Zu dem Zeitpunkt meines phänomenalen dreitägigen Aufenthalts in der hiesigen Neurologie konnte ich ganz normal laufen. Deshalb meinten die Neurologen ja, dass sei momentan zu unauffällig und sie wüssten nicht wo sie suchen sollten. (Zu aufwendig und teuer)…Aber was soll es…Nun stehe ich vor der Frage: Gehe ich woanders hin oder tue ich mir die Neurologie vor Ort nochmal an??? (Ich muss vermutlich eh wieder Monate warten..Bin ja kein Akutfall)Eigentlich bin ich mitten im Examen und habe KEINERLEI Lust 300-500km zu fahren, nur um wieder abgewiesen zu werden…Andererseits habe ich momentan solche Schmerzexzesse, dass es schwierig ist überhaupt zu schreiben…