Dr. „HabkeineAhnung“…Tag III nach Operation Nr. III

Ich habe ja nie meine Krankenhausgeschichte zu Ende geschrieben…Also mit 3 monatiger Verspätung….Die Fortsetzung meines RE-RE Operationserlebnisses

An Tag III nach Operation Nr. III eines Caudasysndroms (Liquorzyste + Bandscheiben Rezidiv) durfte ich ja ‚endlich‘ nach etwas mehr als 48 Stunden ‚Liegezeit‘ aufstehen…

Meine Bettnachbarin (für Wirbelsäulengeschichten noch recht jung/ ca. 50 Jahre alt) und ausgestattet mit spitzer Zunge + skurrilem Humor, hatte am Abend bemerkt,dass meine 48 Stunden schon nachts vorbei seien und ich mal so gegen 5 Uhr die Nachtschwester rufen sollte, um auf mein Aufstehen nach abgelegener Bettfrist zu beharren. Sie hatte ein Faible dafür, dass ganze medizinische Personal mit Spitznamen zu bedenken und gab dieser eher resoluten Schwester den Namen „General“…
Ich fand die Vorstellung ziemlich lustig…Schließlich war ich mit dieser Schwester schon bei meinem vorigen Krankenhausaufenthalt aneinander geraten, wegen meiner grundsätzlichen Nachtaktivität…Auch bei diesem Aufenthalt, zu diesem Zeitpunkt (7 Tage nach OP Nr. II ) konnte ich absolut nicht schlafen und wanderte nachts durch die Gegend…
Gegen 23 Uhr, Laptop unter dem Arm,ging ich durch den hell erleuchteten Gang der Station als mich ‚Frau General‘ anschrie
Nachtschwester G.: „Wo wollen Sie denn hin?“
Ich: „Zu einer Steckdose…“
N: „Wollen Sie was zum schlafen?
Ich: „Nein…Ich will was schreiben..“ (Meine derzeitige Bettnachbarin hörte immer noch laut irgendwas in Richtung Musikantenstadl und ich konnte def. bei dem Gedudel nicht einschlafen)
N: „Aber doch nicht um 23 Uhr…“
Ich: „Warum denn nicht?“
N: „Sie sind doch hier Patient…“
Ich: „Das bin ich auch noch, wenn ich 5m weiter, da drüben zu dem Stehtisch gehe…“
N „Aber sie könnten umkippen…“
Ich: „Ich bin doch schon FAST entlassen und umkippen könnte ich selbst in meinem Zimmer OHNE das irgendjemand was merkt.“
N: „Das geht aber nicht, denn um 23:30 Uhr schließe ich hier vorne die Tür zu.“ (Diese Regelung hat sie wohl erfunden, denn alle Stationstüren sind def. bei allen anderen Nachtdiensthabenden immer OFFEN…)
Ich: Aber es ist doch erst 23:05—Da habe ich noch genau 25 Minuten Zeit…“ (Mit dieser Spitzfindigkeit ging ich an ihr vorbei und schloß meinen Laptop an die Steckdose im Treppenhaus an…Pünktlich um 23:30 stand besagte Nachtschwester vor der Stationstür und sah mich mit mordlüsternenen Augen an…Ich kehrte also brav auf die Station zurück, worauf die Nachtschwester demonstrativ hinter mir die Tür zu schloß…
Schlafen konnte ich jedoch immer noch nicht…Gegen 2 Uhr morgens stand ich also wieder auf..Diesmal mit Mp3 Player bewaffnet…Da ich nun eingesperrt war…, stand ich mehr oder minder der Nachtschwester im Weg, wenn wieder einmal so ein toller Alarm los ging…Vermutlich hätte sie sich insgeheim gewünscht mich mit Schmerzmedis zu sedieren oder einen Anästhesisten zu holen und mich zu intubieren, aber da stand ich oder lief den Gang auf und ab…Sie versuchte mich also zu ignorieren…Gegen 4:30 uhr gab ich es auf den Flur zu durch wandern…und begab mich abermals ins Bett…Gegen 6 Uhr riss die Nachtschwester die Türe auf: Ich stand gerade am Fenster und sah in die sternklare Nacht…Sie schüttelte nur den Kopf)

Jedenfalls war diese Schwester sicherlich nicht begeistert mich nach 2 Monaten schon wiedersehen zu müssen und bestimmt recht froh, dass ich diesmal bei ihrem Nachtdienst ans Bett gefesselt war und mich nicht bewegen durfte/konnte…
Bei der allabendlichen Nachtschwesternrunde verkniff sie sich jedenfalls ein ‚Sie schon wieder‘ und fragte mich bloß, ob ich was gegen die Schmerzen oder zum schlafen will…Ich so: „Jetzt nicht,aber vielleicht gegen 2 Uhr…“ …War ja mehr ein Scherz, aber das hätte ich wohl dazu sagen sollen…, denn pünktlich nachts um 2 Uhr…-Ich hatte ja ausnahmsweise mal FAST geschlafen…-, kam die liebe Nachtschwester und beharrte darauf mir ne Spritze Dipidolor zu geben..Ich meinte, dass ich doch schon am einschlafen war…sie fand aber, dass jeder so um 2 Uhr nach einer OP tief und fest schlafen sollte und ich ja wohl offensichtlich Schmerzen hätte…Okay, dann jagt mal wieder so etwas hoch potentes in mich rein…Innerhalb von wenigen MInuten fing sich alles an zu drehen..Mir wurde extrem warm und ich sah Sternchen…Dann wurde alles schwarz….Filmriss…(Tolles Zeug für 4 Stunden) So gegen 6:00 uhr wurde ich erneut wach und dachte darüber nach mich selbst zu mobilisieren (aufzustehen), aber mit Blasenkatheter und Zugang war das eher unmöglich…, weil ich mich garantiert in irgendwas verwickelt hätte…Also wartete ich bis zur Frühschicht…
Gegen 7 uhr war auch meine Bettnachbarin wach und fragte mich, ob ich denn schon aufgestanden sei…
Ich: „Nein…, wie man sieht liege ich immer noch hier rum“
7:30 Uhr Krankenschwester bringt Frühstück…
Ich: „Darf ich jetzt endlich aufstehen?“
K: „Warten Sie doch noch bis nach der Visite…“
I: „Wann ist die denn?“
K: „So zwischen 8 uhr und 9 Uhr…“
I: „Können sie mir dann wenigstens mal den Zugang ziehen…?
K:“Eigentlich entscheidet das der Arzt…Aber wenn sie genügend trinken…“
I:“Klar…4 Liter täglich…“
(Krankenschwester sah mich ungläubig an…und zog mir den peripheren Venenverweilkatheter(Nur um nicht dauernd Wortdopplungen drinne zu haben: Könnte auch Kanüle oder Zugang sagen)

5 Minuten später kam eine Krankenschwester und meinte,ich dürfte jetzt mal aufstehen…

I: „Ich dachte ich soll noch bis nach der Visite warten.“
K: „Wieso?“
I: „Keine Ahnung“
K: „Ach, vermutlich weil XY gerade keine Zeit hatte.Wollen Sie denn nicht aufstehen?“
I: (Nee, ich finde im Bett liegen toll…Würde ich gerne mein ganzes Leben.) „Klar WILL ich aufstehen…“
K: „Wissen Sie noch wie das geht?“
I: (???? Habe ich eine retrograde Amnesie durch Operationstraumen???) „Ja“
K: „Dann drehen Sie sich mal zu mir und stellen zuerst den linken Fuß auf den Boden…“
I: (Rechts wäre auch nur schwerwiegend gegangen, dann hätte ich mich verknotet…War allerdings doch schwerer als angenommen…Alles war beachtlich am schwanken…Ich fühlte mich irgendwie leicht seekrank)
K: (Drückt mir den Blasenkatheter in die Hand) „Wollen Sie ein bißchen auf und abgehen?“
I: (Ich wünschte mich ja nach diesem Realitätsschock eigentlich schon wieder ins Bett, obwohl ich dem ja seit 48 Stunden unbedingt entfliehen wollte.) Ich schwankte also mehr oder minder hin und her und gegen den Schrank…
K: „Vielleicht sollten Sie sich an der Wand abstützen“
I: (Toller Tipp…Aber ich hatte ja eh nur eine Hand frei…Durch den super schicken Blasenkatheter. Ein Accessoire was jeder haben sollte Also tastete ich mich so ein bißchen an der Wand entlang…Machte die Sache auch nicht wesentlich besser)
K: „Wollen Sie zurück ins Bett…Oder noch ein bißchen rumlaufen…Klingeln Sie ,wenn sie wieder ins Bett wollen“
B(ettnachbarin): „Oder wenn sie umkippt.“
I: „Wieso sollte ich umkippen oder nicht alleine zurück ins Bett kommen“
K: (Sah mich nur an…So nach dem Motto…Ist ja wohl offensichtlich)
I: „Okay, ich gehe zurück ins Bett….“ (Ging einigermaßen glimpflich…Wenn sich auch alles um mich herum drehte…Wahnsinniger Erfolg…Ich hatte exakt 5min geschafft zu stehen und zu schwanken…)
Bettnachbarin:“Das sah ja heldenhaft aus…Soll ich dir etwas von unten mitbringen…Einen Kaffee oder so…Dr HabKeineAhnung ist schon unterwegs…Die Visite kann ich mir heute mal sparen“
I: „Wer ist Dr HabkeineAhnung?
B: „Der Stationsarzt“
I: „Na ja, ich würde nicht sagen, dass der keine Ahnung hat…Eher das er eben dich nicht versteht und wir ihn nicht…Vielleicht „DrVerstehDichNicht“ oder „DRsprichtkeinDeutsch“…
B: „Wie auch immer…Für mich ist er seit dem Aufnahmegespräch..DrHabkeineAhnung…Dieser immer grinsende-….“

In dem Moment ging die Tür zu unserem Zimmer auf….und „DrHabkeineAhnung“ trat mit seinem coolen Stationswagen in unser Zimmer und fragte -mit wie gewöhnlich gefaktem Grinsen im Gesicht- „Wie geht es Ihnen denn heute morgen?“Im Anhang wie immer die Stationschwester (Leitung), die als Dolmetscher fungierte..Ich persönlich hätte mir in dem Moment gerne die Bettdecke über den Kopf gezogen, um nicht in unangemessenes Gelächter zu verfallen…
Nach kurzem Geplänkel, bei dem meine Bettnachbarin erstaunlich zahm, unsarkastisch und unterwürfig wirkte…, fiel der Blick des Stationsarztes auf mich…
S:“‚Sie frage ich erst gar nicht, bei Ihnen war ja eh -wie immer- alles gequetscht….“ (Er dreht sich zur Stationsschwester..S: „Was hatte sie denn eigentlich —diesmal??“)
Stationsschwester: „Eine Liquorfistel…“
Stationsarzt…: „Eine was??? Ich setze sie mal auf Cortison…“
(Wahnsinnig ausführliches Gespräch…)….

Der 24.12) Weihnachten mit der trauten Familie in vier ‚Akten’…

Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.
(Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter)

Akt I: Die letzen Einkäufe und Geschenke einpacken…

Nun,da ich ja erst 1 Woche vor Weihnachten aus meiner wohl geschätzen Reha entlassen wurde, gestaltete sich „Geschenke einkaufen“ mehr als schwierig und auch am 24.12 hatte ich immer noch die eine oder andere Kleinigkeit zu besorgen: Geschenkpapier, Tesafilm etc…(Aufgrund meiner leichten Geh-Eingeschränktheit muss ich auch mehrmals Berge erklimmen, denn mehr als 3-5kg heben ist nicht drin)
Anscheinend ist es aber eine Sportart aller Menschen auf den letzten Drücker Weihnachtsbesorgungen zu machen und selbst am 24.12 fühlt man sich in Geschäften sardinenartig gequetscht. Mir persönlich ging es jedenfalls total auf den Nerv mich zwischen Menschenmassen von Regal zu Regal schieben zu lassen und an Kassen 30min warten zu müssen, um einen Briefumschlag kaufen zu können…
Aber da ich ja freundlich sein wollte und die Sachen auch in alter Tradition einpacken,habe ich die Tortur über mich ergehen lassen. Eigentlich total überflüssig, wenn man bedenkt wie schnell das Zeug aufgerissen und wieder weggeschmissen wird…
Im Grunde genommen wäre ich ja zu mindestens für die Entsorgung für alte Zeitungen zu diesem Zweck, aber für die meisten Geschenke haben die nicht das richtige Format und außerdem habe ich nur online Abonnements und kein Altpapier zur Hand, daher viel meine Entscheidung zu Billiggeschenkpapier: 99cent bzw 49cent die Rolle.

Das Einpacken gestaltete sich jedenfalls als ein Kampf mit Weihnachtspapier, Schere, Geschenkbändern und Tesafilm. Insbesondere der überdimensionale Kalender war eine persönliche Herausforderung an meine Einpackkunst. Das Ding war so groß,dass es mein Bett zu 35% vereinnahmte und ich eine ganze Geschenkpapier Rolle darauf verschwenden musste…
Als absoluter Chaot wusste ich zwischendurch nie wo diese bescheuerte Schere lag oder das Band oder der Tesafilm und habe somit fast 2 Stunden gebraucht, bis ich alle 9 Geschenke verpackt, beschriftet und mit Namens-Etiketten beklebt hatte…

Akt II: Die Bahn und der obligatorische Kirchgang

Nach dieser Aktion verblieben mir auch nur gute 30min bis zur Bahn. Da an Sonn- oder Feiertagen Busse sowieso nur im 30min Intervall fahren, hieß das; unangenehmer Fußmarsch: Mit zuviel Gepäck , bei -10C und mit ner Gangstörung Berge rauf und runter in schnellem Tempo…(Ich hasse Kopfsteinpflaster)…interessanterweise waren jetzt die Straßen menschenleer…Dafür war es windig und meine Hände fühlten sich an, als hätte man sie 10 Stunden in der Gefriertruhe gelagert…(Am meisten nervte mich wiederum der ÜBERDIMENSIONALE Kalender meiner kleinen Schwester, denn durch den Wind hatte der die ganze Zeit Weg-Flugtendenzen.)

Mit dieser ultimativen Bepackung erreichte ich die deutsche Bahn ‚just in time’…Denn ‚Wunder ach Wunder‘ , ein wirkliches Weihnachtswunder: mein Zug hatte keinerlei Verspätung…
Während mir beim Fernverkehr überall 70-80 min oder Zug fällt aus, ‚entgegen blinkte’…,stand mein Zug schon abfahrbereit und wie auf dem Präsentierteller auf Gleis 2.., sodass ich die letzten 50 Meter noch los hechten musste, um dann keuchend mir den nächstgelegenen freien Platz zu suchen. (Wer rechnet schon mit der Pünktlichkeit der DB?)

Das hieß aber auch: Der Kirchgang blieb mir NICHT erspart…Ich kam also rechtzeitig mir die alljährliche Predigt des Dorf- ehhh Kleinstadtpfarrers anzuhören…Im letzten Jahr war es eine sehr einnehmende Predigt über die Wichtigkeit Marias, die im evangelischen Glauben nicht genügend Berücksichtigung findet…

Unsere kleine historische Stadtkirche ist ja bis auf ihren orangen Innenanstrich einigermaßen schön und erträglich…Das konnte man von der diesjährigen Innentemperatur und der Laune des Pfarrers weniger sagen. Es war gefühlte 0C und die Predigt wurde schon wieder von dem mir bereits gestern negativ aufgefallenen Pfarrer V. gehalten…

Dieser schien sichtbar genervt, dass seine schöne Kirche nur an Weihnachten gefüllt war und betrieb erst einmal ‚Publikumsbeschimpfung‘—-Seine Predigt schien er unter das Motto gestellt zu haben: „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes, allen allen Menschen DIE AN IHN gläuben…“
Hier war ich ja genau richtig als Agnostizist…

Dann zählte der Pfarrer erst einmal auf, was oder wer alles den christlichen Glauben im letzten Jahrhundert kaputt machen wollte…Da war zunächst mal der NATIONALSOZIALISMUS…Die selbst unsere schönen christlichen Lieder umgedichtet haben…Dann kam der KOMMUNISMUS….Genauso schlimm und verwerflich in der DDR und heute, ja heute ist es der ISLAM—–
„Und liebe Kirchengemeinde…Da müssen wir uns auch gar nicht wundern, UNS , dem Christenvolk fehlt nämlich der MUT sich wirklich offen und frei zu UNSEREM Glauben zu bekennen. Wir haben nicht die selbe PASSION wie die Moslems….(Innerlich wollte ich ja 12 Ave Marias aufsagen,aber da ich ja gar kein Christ bin…, dachte ich in diesem Moment doch darüber nach, ob ich es nicht endlich Mal mit Zen-Meditation probieren sollte oder vielleicht ein bißchen gegen die Säule neben mir treten oder ein ironisches Halleluja singen)—-Ich entschied mich dann für Warten auf das nächste Weihnachtslied singen…Das brachte mich bestimmt runter…
Allerdings eine zweite perfide Strategie dieses Pfarrers war es wohl, seiner christlichen Gemeinde zu beweisen , dass sie keine wahren Christen sind, indem er ihnen eher unbekanntes ‚Liedgut‘ anbot, wo keiner mitsingen konnte und alle nur fixiert auf das Blatt starten…ich hatte ja den Vorteil, dass neben mir der Küster stand und so hatte ich immerhin eine vage Idee wie die Melodie verlaufen könnte (Noten gab es auch nur bei so jedem zweiten Lied als Vordruck und ich habe dann immer mal versucht so ab Strophe 3 miteinzustimmen, was mir nicht ganz so angenehme Blicke einbrachte…Ton-Treff-Sicherheit war da sicherlich noch nicht so gegeben…,aber wer die Totalitarismusthese wiederbelebt und dann auch noch fast zu einem ‚Glaubenskrieg‘ aufruft, hat eigentlich ganz andere Formen von Protest als schief singen, verdient…Ich war jedenfalls innerlich geladen…)

Akt III: Weihnachtssingen und Geschenke aufreisen

Harmonischer gestaltete sich dann auch das Familienleben nicht…
Denn meine Mutter hatte entschieden sich von den Weihnachtsfestlichkeiten fernzuhalten und meine Schwester (15 Jahre) per TAXI zu uns bringen zu lassen…Meine Oma brachte das zu einem Tränenausbruch…Meine buddhistische Tante versetzte das in unachtsame Wut und meine kleine Schwester in ihre typische undefinierbare Verstörung…Mein Bruder wiederum zählte alle Weihnachten mit ähnlichen Katastrophen auf: „Und weißt du noch die Aktion, wo alle sich in ihre Zimmer eingeschlossen haben, weil XY. (unsere Mutter) ganz beleidigt war, dass wir ihr essen nicht genug gewürdigt haben??? oder wo Z (unser Vater) von der Leiter gefallen ist und mir das Bein gebrochen hat..???.(Hieß für meinen Bruder nach komplizierten Verlauf 6 Wochen Gips)
„Oder wo Z von der Treppe gefallen ist und sich beide Beine gebrochen hat und weißt du noch der Unfall mit der Kreissäge , wo er einen Splitter ins Auge bekommen hat???“(irgendwie kann ich mich an viele 23 Dezember in Notaufnahmen erinnern…)
Der Rest der Familie sah uns eher ungläubig an…In genauere Details des Vorweihnachtsspektakels hatten wir sie nie näher eingeführt…

Mein Bruder:“Und natürlich das obligatorische Einbetonieren des Weihnachtsbaums…“
Tante: „Wie und warum betoniert man Weihnachtsbäume ein?“
Bruder: „Na ja, es mussten immer besonders große Bäume sein, die weder in den Ständer noch in das Zimmer gepasst haben und die musste man dann dementsprechend in stundenlanger Arbeit zurecht schneiden und später in den Ständer bringen…Nur leider kippte dieser immer um, weil die Schrauben das Gewicht nicht halten konnten und so wurde das eben mit dem beschwert was da war…Sand, Erde…“
„Oder Steine“ ergänzte ich….Was zu einem obligatorischen zweiten Wutanfall von Z (unsere Mutter) führte, die fluchend den ganzen Sand, Dreck,die Zweige aus dem Wohnzimmer zu entfernen begann und für mindestens 12 Stunden nicht ansprechbar war…Aber immerhin hielt dann unser Baum auch fast bis Mitte Januar, da keiner ihn raus schaffen wollte…)

Diese Anekdoten waren sicherlich genau richtig für eine bedächtige Weihnachtsstimmung.Jedenfalls verbat sich meine Tante weitere Diskussionen über meine Mutter und wir widmeten uns wichtigeren Dingen, dem essen, singen und Geschenke aufreißen…

Ich war ja für Liedheftverteilung für die ganze Familie…, was meine Cousine zu dem spitzen Kommentar brachte: „Ach, ja weil du immer so viel mitsingt (Zugegeben mache ich fast nie, aber ich habe auch immer Stimmfindungs- und Selbstsicherheitsprobleme, da jeder immer irgendetwas KRITISIERT…)

Gut, dachte ich: Singe ich diesmal mit…, was natürlich sofort von meinem sozial INKOMPETENTEN Bruder mitten im Lied gleich mit einer Bemerkung quittiert wurde: Was machst du mit deiner Stimme, das ist doch gar nicht deine Stimmlage….???? Also ich war immer noch in einer Alt- Mezzolage und ganz gewiß nicht bei einem schrillen Sopran, der sich bei mir tatsächlich schrecklich anhört—„Sing mit oder halt die Klappe“ flüsterte ich ihm genervt zu und versuchte wieder ins Lied zu finden…Der Rest der Familie war besonnen genug nichts zu meiner gesungenen Schrillheit zu sagen…Eben zu viel Barock Impressionen in der letzten Zeit gehabt….und zu lange in langweiligen Rehas diese mit Nichtkönnen imitiert…)

Nach einer gemeinsamen Singrunde ging es zu dem eigentlich schönsten Anteil von Weihnachten,dem Geschenke öffnen…
Ich hatte ja ALLEN Mini Quietscheentchen geschenkt…Die Familie nahm den Ausdruck wörtlich, und versuchte erst einmal die Entchen zum quietschen zu bringen, mit dem traurigen Ergebnis: Sie blieben stumm…ich wollte ja einwerfen, dass man sie auch mit einem Strohhalm intubieren könnte, aber diese Idee wäre vermutlich auf allgemeine Verständnislosigkeit gestoßen…Also schlug ich vor mit ihnen zu baden…Vielleicht quietschen sie ja im Wasser…Meine Tante fand aber eine noch bessere Verwendung,und nahm sie zum Kerzen auspusten…Da gab die Ente sogar ein Geräusch von sich…, alle meinten es hörte ich annähernd wie Quack, quack an (Ich wollte ja dann etwas über onomatopoetische Laute ausführen, aber habe es gelassen, denn die Familie mit höherer Linguistik zu beglücken….,wäre sicherlich deplatziert…Ich sah lieber interessiert zu, wie meine Tante ihren Kunstschnee ausprobierte, der eher wie Kleister aussah und angesichts der Schneemassen draußen dieses Jahr auch irgendwie als Geschenk nicht passte…
Auch sehr spannend, fand ich das Mensch-Ärger-Dich Nicht Brettspiel von meiner Cousine und ihrem zukünftigen Gatten.Auf dem Brettspiel prangten Fotos von Oma, Opa und den beiden: furchteinflößende Schnappschüsse: z.B. Im Auto…Mit der Unterschrift: Rennfahrer …Wirklich: alle 4 sehen im realen Leben schöner aus…
Meine Schwester wiederum war sehr begeistert von ihrem monströsen Kalender mit heulenden Vampirmädchen, den mein Bruder der Eindeutigkeit halber unbedingt mit mir zusammen überreichen wollte…(Ich hatte meiner Schwester ja vorher erzählt sie bekommt ein Bild von mir als Christus verkleidet mit Heiligenschein, aber so ganz abgenommen hatte sie mir das wohl nicht.)
Die jüngere Generation der Familie hatte sich jedenfalls sichtlich Mühe gemacht, passende Weihnachtsgeschenke für ihre Sippschaft zu finden…, auch wenn es ihnen nicht immer ganz gelang…
Meine Cousinen schenkten mir z.B. den einstigen Bestseller BILDUNG….geht durchaus in die richtige Richtung,aber ist doch etwas verfehlt…Denn niemand kann überhaupt definieren was der nun wirklich wichtigste ‚Bildungskanon‘ ist oder sein sollte…Außerdem ist unsere ganze Geschichtsschreibung sowieso eurozentristisch…Dazu passte dann das Geschenk meines Bruders, der mir „Destiny Disrupted . A history of the World through islamic eyes“ , schenkte…

Auch meine Schwester machte sich Gedanken und veruntreute ihr gesamtes Kleidungsgeld,um mir und meinen Cousinen Oberteile zu kaufen, die eigentlich sehr gut aussahen, aber eben nur leidlich passten…Dennoch war das richtig süß von ihr…

Die erwachsene Generation Oma, Opa, Tante beließ es wiederum bei Geldgeschenken, wobei meine Tante schon noch den ein oder anderen Gimmick hinzu legte…und auch bei meinen Großeltern ist Nicht-Schenken eher besser, da sie irgendwie unsere Generation nicht mehr ganz nachvollziehen kann und wer möchte schon leuchtende Weihnachtsengel…

Akt IV: Heimfahrt…

Um ca. 22 Uhr begann es mir mal wieder richtig schlecht zu gehen…Ich hatte zwar schon verschiedentliche Schmerzcrashs an diesem Tage gehabt,mich aber immer wieder einigermaßen von ihnen erholt…Nun steckte ich mitten in einem und lag mehr oder minder als Knäuel in einem Sessel und dachte über ‚weiter atmen‘ und „nicht zu gequält gucken“ nach…
Gelang nicht allzu gut…Meine Oma fragte mich mal wieder: „Kind wie geht es dir?“
„Toll..“ (Lass mich bitte in Ruhe)
Gehe von meinem geliebten Sessel weg und flüchte zu dem Personenkreis um den Tisch.
Tante zu Bruder: „Ich glaube deiner Schwester geht es nicht so gut…Vielleicht solltet ihr Mal aufbrechen“ (Danke,ich bin doch auch noch im Raum)
Bruder: „Sollen wir jetzt fahren? Kannst du noch?“
Ich: „Nee…,müssen wir nicht…Geht schon…“
Bruder: „Komm, du hast doch schmerzen.“
Ich: „Ignoriere es…“
Bruder: „Es ist aber schwer zu ignorieren“
Ich: „Ja, aber ……es nervt, wenn alle es ständig kommentieren. Ist doch bei mir ein Dauerzustand…“

Nun,gut….wir sind dann nach 20 Minuten doch gefahren, denn schließlich wollten meine Großeltern noch zur Christmette um 23 Uhr und die Straßen hatten auch mittlerweile wieder einen netten weißen Zuckerguss..Mein 78-jähriger Großvater kam angesichts des Schneegestöbers und der sich bildenden weißen Schicht auf SEINEM Gehsteig, zum dritten Mal an diesem Tag auf die Idee eine Schneeschaufel zu bedienen, was mich an Medizynicus Schneeschaufelhelden erinnerte…Die Begründung meines Opas klang auch sehr einleuchtend:“Jetzt muss man doch noch einmal den Gehsteig räumen, wenn doch alle in die Kirche wollen.“ „Wer geht denn um 23 Uhr in die Kirche…Ehhh… außer euch???“ Mein Einwand überzeugte ihn nicht so recht und auch das Argument, dass die Nachbarn seit Tagen ihren Gehsteig gar nicht geräumt hatten zog nicht…


So gut geräumt sieht jedenfalls der Gehsteig meiner Großeltern aus und 2 Häuser weiter, bei den Jungspunden….,die noch vital und fit sind…

Baby Beerdigung….

Ich habe es nicht geschafft bis gestern meiner ‚Kinderfreundin‘ noch etwas adäquates zu schreiben. Meine ganzen Satzanfänge waren grausam und ich war auch immer noch verwirrt, warum ich da jetzt hingehen sollte und ob ich ihr überhaupt etwas zu sagen habe..Schließlich hatte ich das Baby nie gesehen und meine Kinder- und Jugendfreundin die ganzen letzten Jahre auch nicht…
Aber vielleicht ist das Mal wieder eine meiner eher seltsamen Denkarten: Anzunehmen, dass man Beziehungen einfach abstreifen kann und Menschen mich ‚an sich‘ nicht nachhaltig prägen und ich sie auch nicht brauche:
Ich bin doch eigentlich alleine auf der Welt und alles drumherum geht und kommt, geht und kommt…

Anscheinend ist das dann aber im konkreten Fall doch nicht ganz so einfach…: Schon der Anblick des Babysargs ließ mich erschaudern: ab diesem Moment habe ich innerlich schon gedacht es zerreißt mich…Das ging aber den anderen 70 Personen in der kleinen Kapelle nicht anders…Fast jeder hat -mehr oder minder- hemmungslos Tränen vergossen…
Na ja, außer mir—Ich saß da erst einmal in Schockstarre und habe mich nach Baghdad gewünscht oder irgendwohin, wo ich von Babysärgen, heulenden Menschen und Pfarrern, die über die Seligkeit der Leidtragenden predigen, nichts sehen und hören muss…
Auch dieses ständige Lamentieren über den Sinn und Gott nervte mich. Alles Geschehen hat einen tieferen Grund und das Leben ist doch trotzdem irgendwie gut, erinnerte mich an Leibniz und Candide…Selbst im 18 Jahrhundert hat man doch schon begonnen einen deistischen Gott anzunehmen und wo sind wir heute? Aber na ja, man kann alles intellektualisieren und wenn man so eine tolle Vorlage des Pfarrers bekommt, wird man doch vom eigentlichen Anlaß abgelenkt und ich konnte mich in Abgrenzung und Zynismus weilen…
Zumindestens solange wie ich nicht die Eltern, Großeltern und Freunde des verstorbenen Kindes angesehen habe oder Kinderlieder angestimmt wurden…
Jedenfalls hielt ich meine Gefühlskälte bis zum Ende der Predigt gut durch und weinte überhaupt nicht…Dann ging es hinaus zum Grab…Da ich ja immer noch im Familienzwist mit meiner Mutter liege, gingen wir in 2 Gruppen. Ich blieb recht weit hinten bei meinen Großeltern…, die mich wie immer nervten…Eigentlich wollte ich von meiner gesamten Familie km weiten Abstand…und eigentlich wollte ich schon gar nicht irgendjemanden die Hand schütteln müssen oder dem Baby Blumen in den Sarg werfen…Ich reihte mich also 2 Reihen hinter meinen Großeltern ein und fiel absichtlich zurück…
Meiner Oma passte dies aber überhaupt nicht, sie kommandierte mich mehr oder minder herum und meinte ich sollte endlich wieder zu ihnen aufschließen..Was ich dann auch tat…Vorm Sarg stand ich mehr oder minder in Trance und dachte oh, ne…Da willst du gar nix reinwerfen…Das beschließt das so…:ich habe dann widerwillig ein paar Blütenblätter genommen und sie hineinfallen lassen…

Meine Großeltern waren schon beim obligatorischen Händeschütteln der Verwandschaft….Ich stand immer noch vorm Sarg…Ich wollte nicht weitergehen..
Aber ich musste…

Ich stand also vor meiner Freundin, die mir mit einem völlig abgeklärten Blick,ohne jegliche Emotion entgegentrat…Mir die Hand gab und sagte: „Schön, dass du gekommen bist.“
Ich bekam daraufhin einen Heulkrampf und viel ihr mehr oder minder um den Hals…(Zum Erstaunen ihres Ehemanns, der mich gar nicht kannte und den ich auch nicht kenne) Das einzige was ich hervorbringen konnte, war: „Es tut mir leid.“ (Was eigentlich..???) Mal abgesehen davon, dass ich normalerweise keine Weinkrämpfe bekomme und Leute umarme, bin ich auch kein Mensch der banalen Floskeln…Und um was habe ich eigentlich geweint: Ihr Schicksal oder meines oder unser beides Schicksal…Denn das was ich im Ausdruck ihrer Augen gesehen habe, war mein Spiegelbild…Der Zustand nach der Katastrophe:Die Abgrenzung , der Schock,das vermeintliche gut klarkommen…Was ich gesehen habe, war ein gebrochener Mensch…,jemand der nicht wieder ganz werden kann, der lebenslange Wunden und Narben trägt, sichtbare wie unsichtbare —–und das habe ich beweint…

In diesem Zustand bin ich dann auch noch den Großeltern des verstorbenen Kindes entgegengetreten, was dazu führte, dass der Vater meiner Freundin sich auch noch berufen sah mich zu umarmen und eigentlich zu trösten…Das war unheimlich seltsam, wenn man die Situation bedenkt…

Alle anderen Leute haben es umgekehrt gemacht…In der Kapelle geweint und sich vorm Grab eher zusammen genommen…Ich hingegen bin im Angesicht des Leids zusammengebrochen…Ich hasse manchmal meine Übersensibilität—Ich wäre wirklich gerne manchmal unnahbar…Wenn es einen Gott geben würde, hätte er mich mit einem Panzer ausstatten müssen, dass ich unerschütterlich bin..So fühle ich mich so allein, verletzlich und endlich…:

Schlußstück
Der Tod ist groß
Wir sind die Seinen,
Lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen
Wagt er zu weinen
Mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke)

Operation Großzeh, Weihnachtsgeschenke und eine Beerdigung

Der Tag begann mit einer milden Kleinkatastrophe (I)…Der Realisation: Och, ich habe einen ansatzweise,eingewachsenen Zehennagel…Unguis incarnatus —wie ich bei Wikipedia nachgeschlagen habe…Das einzig schöne an der Sache: ich habe ja eh kaum Gefühl in meinem linken Großzeh, daher finde ich es gar nicht schmerzhaft…Dachte ich mir also…: Warum Ichtholan Salbe drauf schmieren? Da kann ich da ja ein bißchen rumexperimentieren und versuchen das eingewachsene Stück Nagel mit der Schere zu entfernen…(Also genau was man nicht tun sollte) Das kam dann nicht so gut und führte zu einem stark blutenden Zeh,weil ich leider auch irgendwie ein bißchen zu tief in die Haut geschnitten hatte, wobei oberflächlich…Nun ja, ein bißchen entlastet hat es den Zeh schon. Es eitert nicht mehr, aber wenn der jetzt an der Stelle nach wächst, geht das Problem von vorne los…Dennoch was soll es???? Ich habe ja kein Gefühl im Zeh…Da kann ich doch recht einfach nach schneiden…

Kleinkatastrophe Nr II: ich habe immer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke und kann mich derzeit kaum entscheiden, was ich wem schenken will…Meine kleine Schwester war einfach. Sie ist 15 (halb so alt wie ich)und steht auf Vampire…Sie bekommt einen Victoria Frances Kalender und die Hälfte des Geldes zahlt mein Bruder…Bei sonstigen Familienmitgliedern bin ich recht ratlos…Starbucks Kaffee Gutscheine habe ich besorgt….Meine Tante bekommt irgendwas buddhistisch esoterisches…, weil sie es mag und meine Mutter bekommt auch etwas buddhistisch esoterisches, weil sie es nämlich nicht mag… Auf sie bin ich nach wie vor nachhaltig sauer, denn sie hat mir nach meinem letzten Klinikaufenthalt im Krankenhaus die ‚Beziehung‘ gekündigt…Was das sollte, ist der ganzen Familie unklar…Aber ich definiere es Mal als im hohen Alter immer noch nicht Erwachsensein wollen…Bei dem Streitgespräch ging es nämlich darum, dass ich sie vernachlässige und mich zu wenig um Sie kümmere…Dass ich ihre Tochter und nicht ihre Mutter bin, gerade zum dritten Mal operiert worden war und so etwas überhaupt nicht gebrauchen konnte, hat sie leider noch nie verstanden…Aber leider leidet sie nach einem mißglückten Versuch von Psychoanalyse unter einem generalisierten Wutzustand, der immer in den absurdesten Situationen aus ihr hervorbricht.Immerhin mich hat sie ja nie geschlagen…Meine Schwester schon… Deshalb denke ich darüber nach ihr das Buch: Umarme deine Wut. Sutra der Vier Verankerungen der Achtsamkeit von Thich Nhat Hanh schenken…Da ich selbst grundlegend auf sie wütend bin, sollte ich es vielleicht vorher selbst lesen, damit ich im Zen-Zustand darüber predigen kann…

Katastrophe Nr III: Es erschien mir gen Abend seltsam, dass ich 5 Messages meiner Familie auf meinem abgeschalteten Handy hatte und ich dachte, ruf doch mal lieber zurück…Auch wenn ich sie am Freitag eh schon sehen muss…Also meine kleine Schwester in ihr betreuten Wohngruppe angerufen und diese teilte mir dann mit, dass meine ‚Kindheitsfreundin‘ ihr Frühgeborenes verloren hat und dieses am Donnerstag beerdigt wird…Darüber hinaus wird sie auch keine Kinder mehr bekommen können,da bei ihr eine komplette Hysterektomie durchgeführt wurde…Sie wurde wegen Plazenta Ablösung not- operiert und hat die Sache selbst gerade so überlebt. Das Kind hielt ein paar Monate durch mit mehreren OP’s an nahezu allen wichtigen Organen…Am Samstag wurde es für Hirntod erklärt und heute die Maschinen ausgestellt.

Meine Schwester erklärte mir dann noch, dass meine Mutter ihr gesagt habe, dass meine Kindheitsfreundin wolle, dass ich zur Beerdigung komme…Ich glaube zwar eher, dass meine Mutter will, dass ich zur Beerdigung komme, aber in so einer Sache wäre ich so oder so dorthin gegangen, denn irgendwie sind wir ja schon die ersten 12 Lebensjahre in gewisser Weise miteinander aufgewachsen. (Meine und ihre Mutter waren beste Freundinnen)..Außerdem weiß ich aus Erfahrung,dass es wichtig ist, wenn auch alte Bekannte etc. bei solchen Gelegenheiten Interesse zeigen. Als mein Vater starb, war ich z.B. dankbar, dass sein Ex-Arbeitskollege und mein zweiter Ziehvater (R) (auch mittlerweile an Gehirntumor verstorben) am Grab auftauchte….
Dennoch fällt mir es schwer….Ich habe eine gewisse Tendenz zur Übersensibilität und hoffe nicht am Grab oder in der Kirche in Tränen auszubrechen. Außerdem weiß ich auch nicht so Recht, was ich ihr schreiben soll…Diese ganzen Trauerkarten mit: Es wird wieder Licht..–.nach großem Leiden…–gefallen mir nicht…Es ist eine dieser Situationen, wo es mir persönlich eher die Sprache verschlägt, man ringt nach Worten und bringt allenfalls noch irgendwelche Floskeln hervor. Und auch ich mag es ja nicht,wenn man mich offen direkt auf den Verlauf meiner Krankheit anspricht. Meiner wechselnden ‚Gehbehinderung‘, Blässe etc…Dem Verfall meines Körpers…Die Linie zwischen aufrichtiger Anteilnahme und Mitleid ist oft sehr schmal (Über Mitgefühl spreche ich lieber nicht, denn ich bin der Überzeugung, dass was sie durchmacht NICHT so fühlen zu können..ich kann es in teilen nachvollziehen..Vielleicht sogar durch meine eigene Fehlgeburt und der Unsicherheit in meinem körperlichen Zustand je nochmals Kinder bekommen zu können, evtl. etwas besser als Andere, aber ich bin sicher nicht in derselben Situation. Ob ich ihr das schreiben sollte,weiß ich nicht, denn ich möchte nicht meine Geschichte anstelle ihrer setzen…Habe aber auch keine Lust irgendwelche Platitüden von Trauerbewältigung und kommenden Regenbogen zu schreiben. Fakt ist: Selbst 5 Jahre nach dem Tod meines Vaters und 2,7 Jahre nach meiner Fehlgeburt sind beides anhaltende tiefe Risse in meinem Leben,die mich daran zweifeln lassen, ob ich jemals wieder ganz sein werde…Sprachlosigkeit und einfach nur da sein, halte ich aber auch nicht für die allerbeste Variante…Irgendetwas sollte ich ihr schon mitteilen…Wenn du mit mir mal darüber reden willst, bin ich für dich da und wenn nicht ist es für mich auch in Ordnung…(?) Ich weiß es nicht….

Jedenfalls wird das ein komisches Weihnachtsfest…

Super-Reha-Ergebnis

Nun ja, ich werde morgen also ‚endlich‘ entlassen…
Keine Bewegungsbäder mehr mit 80 Jährigen und schlechtes vegetarisches Essen, in dem versehentlich Geflügel reingemischt wurde, bzw. wo man einen halben Salzstreuer entleeren muss, um irgendetwas zu schmecken.
Ich muss mich dann auch nicht mehr fragen, warum der arabische Stationsarzt der anderen Klinik abends immer im Speisesaal der Psychosomatik abhängt (Eine Tischnummer/Kärtchen hat er nicht), von daher gehe ich Mal stark von irgendeinem privaten Anlass aus…Aber gehe ich denn hier wirklich als gesund weg???

Interessanterweise verabschieden sich hier alle von mir mit „Wiedersehen“ und dann „Bis Bald…“ Ist schon reichlich befremdlich…, passt aber in den Kontext der Abschlussuntersuchung:
Dem Hüft- und Endoprothetik Experte und Oberarzt ist mittlerweile auch aufgefallen., dass sich irgendwas bei mir verschlechtert hat, wenn er auch nach wie vor nicht versteht was und meint: „Hmmh, wie eine echte Lähmung sieht das immer noch nicht aus…“(Nee, ich falle nur so durch die Gegend, weil es mir Spaß macht…Psychogene Lähmung) Wobei ich muss ihm lassen, bei der Abschlussuntersuchung war er überaus freundlich und ich extrem quengelig…

Oberarzt: „Also bei der momentanen Symptomatik sollten sie sich doch mal wieder ihrem Operateur vorstellen…“
Ich: „Den kann ich aber nicht leiden und überhaupt habe ich jetzt keine Lust das nachuntersuchen zu lassen.“
Oberarzt: „Aber Sie müssen…“
Ich: „Aber nicht schon wieder in XY..“
Oberarzt: „Dann gehen Sie nach Z.“
Ich: „Da war ich auch schon und die fand ich inkompetent.XY fand ich kompetent..Aber den Arzt mag ich einfach menschlich nicht und den Chefarzt kenne ich nicht, der geht immer in Urlaub, wenn ich da bin und überhaupt hat es schon 2x nix gebracht.“
Oberarzt: „SIE MÜSSEN aber in eine Neurochirurgie…Sie könnten auch nach A gehen, die haben auch eine größere Abteilung“
(Ich hatte ja eigentlich vor zu einem Globuli Vertreter, Geistheiler oder Gynäkologen zu gehen und zu hoffen, dass dieser Personenkreis mich endlich mit vereinten Kräften heilt.)“
Ich: „Und wann?“
Oberarzt: „Möglichst zeitnah“
Ich: „in 3 Wochen?“
Oberarzt: „Na ja…, wenn es sich nicht noch weiter verschlimmert…Aber Sie sollten dann wirklich in den nächsten 3 Wochen gehen. Wenn es sich verschlimmert, gehen sie früher…..Aber feiern sie erst einmal Weihnachten….“
Ich: „Neurochirurgen finden aber bei mir grundsätzlich etwas was sie operieren wollen…“
Oberarzt: „Sie können natürlich auch erst einmal zu einem Neurologen gehen. Der kann dann gucken, ob es Schäden in der Muskulatur gibt und wie dringlich die Sache ist…Aber sie müssen so und so auch in eine Neurochirurgie…“
Ich: „Aber ich will nicht operiert weden und Neurochirurgen finden immer etwas was sie an mir operieren wollen.“
Oberarzt: „Warum geht man sonst in eine Neurochirurgie?“
Ich: ????

Tolle Aussichten…Mein Hausarzt wird sich insbesondere über diesen Arztbrief freuen…

Fledermaus schlafen und das Problem der Qualia…


Ich bin ja Mal wieder illegal zu hause..Das war auch dringend notwendig, denn mir ist mein Laptop abgeschmiert und wie überlebe ich ohne WWW in dieser TOLLEN Reha-Klinik…??? GAR NICHT…
Außerdem musste ich Datensicherung betreiben und meine externe Festplatte schleppe ich auch nicht ständig mit mir rum…Allerdings muss ich jetzt noch die letzte Woche ohne Kommunikation nach außen in der Reha überleben…Aber das erst ab morgen..Denn vor 4 Uhr werde ich diesen Ort nicht mehr verlassen—

Interessanterweise bin ich gestern Abend hier in mein eigenes Bett gefallen und habe geschlafen…Ja, ganz normal mit wenigen Unterbrechungen…-ohne Medikamenten Abusus..
Kurioserweise habe ich die Angewohnheit entwickelt irgendwie so zu schlafen, dass ich mit meinem Kopf immer nach unten über die Bettkante falle..Manchmal hänge ich auch mit meinem halben Oberkörper nach unten—Anscheinend hat der zeitweilige Liquorunterdruck meinen Körper so verwirrt, dass er sich nun angepasst hat und diese Position ganz toll findet..Wobei auch nur eine zeitlang.
Ich kann sicher sagen, auch davon bekomme ich Kopfschmerzen und wache auf…Immerhin bin ich noch nicht komplett aus dem Bett gefallen—

Teile meines Bekanntenkreises finden ja mittlerweile, dass ich insgesamt Ähnlichkeiten mit einer Fledermaus bekomme: Ich bin nach wie vor kein Fan von übertriebenen Lichtquellen und ziehe es vor Neonröhren, Sonnenlicht und zu weißen Schnee lieber zu meiden…
Außerdem finde ich es besser tagsüber zu schlafen und nachts wach zu sein…So ab 0:00 Uhr beginnt für mich erst der Tag…

Dennoch zeigt das, wie wenig diese Menschen von dem Problem der Qualia verstanden haben…
Denn ganz im Ernst: Seit Nagel wissen wir doch, dass wir eben nicht wissen, wie es ist eine Fledermaus zu sein…Den subjektiven Erlebnisgehalt meines mentalen Zustandes, einen Liquorunterdruck zu haben, hat die Fledermaus nicht und ich wiederum habe nicht das Vergnügen meine Umgebung mit Echo-Lot zu navigieren…(So oft —wie ich gegen irgendwas renne, wäre das Mal ein echter Vorteil)

Nagel nennt dies den „subjektiven Charakter von Erfahrung“..
Gut, jetzt haben wir dieses minimale Problem der Definition von Bewusstsein, aber irgendwie wird die Fledermaus schon wissen, wie es ist eine Fledermaus zu sein..Bedeutet also dass ein Organismus weiß, wie es ist, für ihn zu sein. Also ist unsere ganze Erfahrung an eine subjektive Perspektive gebunden. Ich kann mir zwar Teile des Fledermaus Daseins ziemlich gut vorstellen, kann physikalisch beschreiben wie eine Echoortung abläuft..Jedoch weiß ich nicht, wie sich die Welt der Fledermaus über Echolokation anfühlt. Subjektives Empfinden ist dementsprechend nicht vermittelbar und besteht nur für das Subjekt selbst. Wenn ich also das Gedankenexperiment begehe und mein Hirn in den Verstand eines anderen pflanzen würde, müsste ich evtl. feststellen, dass dieser eine Grünwahrnehmung hat, wo für mich gewöhnlich rot erscheint. Für den Einen könnte also ein Ding grün sein, welches für mich aber rot ist, nur haben wir dieselbe semantische Bezeichnung, da wir genau diesen Farbreiz so benannt haben und interpretieren—
Das Problem der Qualia ist somit der Wissenschaft eigentlich unzugänglich und macht Philosophen aller Couleur noch heute fertig…
Wenn ich das dann auf das Arzt Patientenverhältnis übertrage, muss ich zwangsläufig eigentlich zu dem Ergebnis kommen, dass Mitgefühl im eigentlichen Sinne nur bedingt möglich ist: Denn schließlich weiß auch auch nicht wie es ist ein Neurochirurg zu sein, 18 Stunden zu arbeiten und die Welt stundenlang am Tag mit einem Vergrößerungs–Mikroskop zu betrachten und immer mit den gleichen Arbeitsschritten Bandscheiben auszukratzen in mm Filigranarbeit..
Umgekehrt haben Ärzte wiederum keinen blassen Schimmer, wie es wirklich ist einen Nervenwurzelschaden zu haben oder einen Liquorunterdruck, auch wenn sie gelernt haben welche Symptome das macht, wie Patienten es beschreiben sollten und dass das weh tut, fehlt ihnen dennoch die subjektive Erfahrung …Mitfühlen (im Sinne der Wortbedeutung) können sie also eigentlich nicht oder doch …???

Kaum Schlaf und Visite…

Ich habe ja heute nachmittag mal ein paar Stunden geschlafen…Genau genommen exakt 3,5std…Gestern Nacht war ich wiederum nicht hier…, sondern in meinem schönen Heimatstädtchen ohne Bad im Namen…und ohne 22 Klinika…, aber mit einem ähnlich verheerenden Schneechaos…Die ganze Hin- und Rückfahr Aktion kostete mich ein paar Stunden und mal wieder die Nacht, weil ich es dann einfach nicht geschafft habe einzuschlafen und morgens um 4:00 uhr wieder los musste, um dann rechtzeitig zum Frühsport zu erscheinen…
Der ganze Aufwand war schon irgendwie notwendg , denn es ging um Politik und Geld (leider nicht mein Geld) und in diese Diskussion wollte ich mich dann schon auch als Halbinvalide und dauerkranke Person einmischen…Denn eigentlich habe ich ja auch außerhalb von Kliniksmauern ein Leben (zu mindestens bis vor 8 Monaten)

Meine Fahrgelegenheit hatte jedenfalls einen echt interessanten Fahrstil: Och, da stehen 14 LKW’s auf der Bundesstrasse, da brettern wir doch einfach bei 30cm Neuschnee vorbei…

…Außer dass wir fasst einen Mercedes gerammt hätten und 1-2x aus der Kurve geflogen sind, verlief die Fahrt ansonsten recht unspektakulär und wir waren in Rekordgeschwindigkeit wieder hier…, so dass ich schon um 6 Uhr morgens die Klinik wieder betreten konnte…Bin froh, dass ich nicht dem Pflegedienst begegnet bin…Aber hey, ich gehe immer so früh morgens spazieren: Frisch, fröhlich und frei…
Da ich nun meine dritte Nacht fast komplett ohne Schlaf verbracht hatte, fühlte ich mich heute morgen einfach nur Tod und völlig unmotiviert…(Wobei ich eh im Moment wenig Zweck hierin sehe, denn something is wrong— for sure…) Selbst die Physiotherapeutin hat es heute nach 20 Minuten mit mir aufgegeben..Ich konnte meinen rechten Fuß einfach überhaupt nicht anheben…, nicht sitzen, leidlich liegen…Was will sie dann auch mit mir machen???

Um 11 Uhr war mein tägliches Sportprogramm wie immer vorbei…(Ich habe IMMER 3 Sachen direkt nacheinander und den Rest des Tages nichts..Geniales Konzept der Klinik)..Das Mittagessen um 12 Uhr habe ich absichtlich verpasst–Eigentlich hatte ich an dem heutigen Tag nichts mehr…Schlafen konnte ich aber immer noch nicht…Also habe ich nach 5 Tagen ohne Schlaf zur Verzweiflungstat gegriffen und einen bunten Medi-Mix geschluckt…Alles was ich so gerade da hatte…arcoxia 60mg, Sirdalud 8mg, Oxazepam 10mg…Bin dann auch tatsächlich kurz am schlafen gewesen…., bis ich von der Visite des orthopädischen Oberarztes und Hüft- und Endoprothetik Experten wieder geweckt wurde, der ziemlich plötzlich vor mir stand und nun wissen wollte wie es mir denn so geht…
Da ich absolut nicht in Redelaune war und leicht benebelt, wirkte ich vermutlich Mal wieder super gestört…Habe ihn überhaupt nicht angeguckt, sondern nur den Boden fixiert…Meinen Pupillen sahen irgendwie aus als hätte ich ne Hochdosis Opiate intus und ich fand es daher sinniger meinen Blick nach unten zu wenden…Noch dazu fand ich es irritierend, dass er in mein Zimmer kam..Mit dem Kommentar: „Machen wir erst einmal Licht“ schob er meinen Vorhang weit zur Seite..Ist das mein Zimmer oder seins??? Wenn ich Sonnenlicht nun mal NICHT mag…
Immerhin habe ich dadurch festgestellt: Er kann von sich aus reden…Wenn ich nicht rede und ihn nicht angucke, dann scheint er der deutschen Sprache doch mächtig zu sein und mich mit seinen leuchtenden Glubschaugen fixieren zu können…Normalerweise guckt er ja immer unter sich..Ich hingegen habe in ultra- depressiv-wirkenden Einwortsätzen geredet und geantwortet:
O: „Geht es Ihnen besser?“
I: „Nein..“
O: „Können sie alle Übungen mitmachen?“
I: „Nein…schmerzbedingt nicht“
O: „Aber die Einzelkrankengymnastik bringt Ihnen was?“
I: „Nein, momentan merke ich keinen Nutzen…“ (Oberarzt genervt und ratlos)
O: „Sie sind ja auf einer recht milden Medikation? Wollen Sie es nicht mal mit Voltaren probieren“ (Bin momentan auf 3x 600mg Ibuprofen, die ich aber eh nicht nehme, da ich außer Magenschmerzen nix davon habe)

Bekomme einen milden Lachanfall (wurde in der anderen Klinik von 1200mg Diclo auf 1800mg Ibuflam umgestellt (mit keinerlei Nutzen)…und antworte: „Nein, ganz sicher nicht…habe Null Wirkung bei Voltaren, Ibuprofen, Metamizol…Da könnte ich auch Wasser trinken..Einziger Effekt sind Magenbeschwerden…“
O: „Deswegen bekommen sie ja das Pantozol…“
I: „Also ich soll ein Medikament nehmen, was nix nützt, um mehr Schmerzen zu haben als ohne das Medikament?“
O: „Ibuprofen wirkt entzündungshemmend.“
I: „Mein CRP ist okay…Ich habe keine rel. Entzündung…Außerdem nehme ich momentan bei Bedarf Arcoxia und Sirdalud“
O (wohl leicht genervt, dass ich andere Medis nehme): „Arcoxia wirkt doch schwächer als Ibuprofen. Die meisten merken es gar nicht“
I: „Na ja, es wirkt minimal, aber ich merke mehr als bei Ibu. Die eigentliche Wirkung habe ich vom Sirdalud…“
O: „Wie sind denn derzeit ihre Beschwerden? Anders, schlimmer…?“
I: „Schon…Etwas…Es nervt“
O: „Wir können hier auch nichts anderes tun…Wenn Sie immer noch in diesem Ausmaß Beschwerden haben, dann sollten sie das nachuntersuchen lassen.Ob die dann eine weiterführende Diagnostik für sinnvoll halten, wird man sehen“
I: „Aha“…(Nun, das fand ich schon vor der Reha sinnig…Ich sage seit 3 Wochen, dass irgendwas mittig gequetscht wird und es nicht normal ist oder sich wieder ne Liquorfistel gebildet hat…Dennoch WILL ich momentan auch keine Diagnostik…Aber man merkt, wenn man Schwierigkeiten hat die Füße zu heben etc…Kompression und Schädigung fühlen sich anders an…Ärzte glauben ihren Patienten nur oftmals nicht)
O: „Das ist das übliche Procedere, wenn keine Besserung eintritt.Vielleicht wird es nächste Woche ja noch besser“
I: „Ganz sicher nicht..“
O: „Kommen Sie dann bitte nächste Woche zu der Abschlussuntersuchung.“
I: „?“
Man habe ich von dieser Reha profitiert…Genial…Die AOK wird sich freuen…